Donnerstag, 12. Juli 2018

Lee Child "Im Visier"


Jack Reacher ist zurück und dieser Fall wird besonders persönlich! Als ein Scharfschütze auf den französischen Präsidenten schießt, kommen weltweit nur vier Personen in Frage, die auf diese Entfernung so zielsicher sind, auch wenn eine Glasscheibe den Schuss abfangen konnte. Einer davon ist John Kott, den Reacher vor 16 Jahren hinter Gitter gebracht hat. Jetzt ist er wieder frei und Reacher soll ihn finden, bevor mehr passiert. Denn der nächste G8 Gipfel in London steht bevor und der amerikanische Geheimnisdienst ist sich sicher, dass der erste Schuss nur ein Test war. Reacher muss nach London um seinen alten Rivalen zu finden und ruhig zu stellen.
„Im Visier“ ist der neuste Roman von Lee Child mit seinem Protagonisten Jack Reacher, ehemaliger Militärpolizist und Herumtreiber, der sich immer mal wieder von Militär oder Geheimdienst für einen Auftrag einspannen lässt. Obwohl mir auch die bisherigen Romane mit Reacher, die ich gelesen habe, immer sehr gut gefallen haben, halte ich „Im Visier“ für den bisher besten! Die Handlung ist sehr durchdacht und logisch aufgebaut, Reacher als Figur so unkonventionell wie immer, was einen sofort in die Story reinzieht und mit der jungen CIA-Agentin Nice an seiner Seite hat er einen guten Sidekick bekommen, der die Geschichte vorantreibt und neue Dimensionen der Entwicklung ermöglicht. Denn Reacher ist nicht nur für sich verantwortlich, er will auch Nice schützen und handelt so vielleicht manchmal anders, als er es als einsamer Wolf gewohnt ist.
Der Stil von Child überzeugt durch sehr detailreiche Schilderung, oft hat man das Gefühl, dass sich vor einem eine ganze Filmszene entwickelt, so genau beschreibt er Bewegungsabläufe und Handlungen der Personen. Hauptfigur Reacher steht dabei immer im Mittelpunkt, als Leser wissen wir immer nur so viel wie er auch weiß, was die Spannung noch erhöht.
Lee Child hat mit „Im Visier“ wieder einen großartigen Krimi abgeliefert, der einen sofort packt und nicht mehr loslässt. Reacher als Protagonist bietet ihm einfach unglaublich viele Entwicklungsmöglichkeiten und so kann man das Buch erst wieder aus der Hand legen, wenn die letzte Seite gelesen und man auf dem neusten Stand ist, was Jack Reacher angeht.  


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Hier geht es zur Leseprobe und weiteren Informationen des Blanvalet Verlags. 

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