Montag, 4. April 2022

Sy Montgomery/ Rebecca Green "Tierisch gute Freunde"

 

Sy Montgomery hat nach einigen tollen Sachbüchern jetzt ein Kinderbuch gemeinsam mit Rebecca Green geschrieben, das ihre Lebensgeschichte mit tollen Bildern und schönen Aussagen für Kinder verbindet. Sie beschreibt darin den Respekt vor der Natur, das Besondere am Zusammenleben mit Tieren und dass man immer an sich selbst glauben muss, wenn man sein Ziel erreichen will.

Als erwachsene Leserin traf ich in dem Buch alte Bekannte wieder wie den Hund Molly oder das Schwein Christopher Hodgewood. Sy Montgomery schafft es auf äußerst gelungene Weise ihre Geschichten für kleine Kinder verständlich und berührend aufzubereiten. Dabei wird sie unterstütz von den großartigen Illustrationen von Rebecca Green, die perfekt zum Ton der Geschichte passen und gleichzeitig unglaublich liebevoll sind und allen Tieren wie Menschen ihren eigenen Charakter geben.

„Tierisch gute Freunde“ von Sy Montgomery und Rebecca Green ist ein wunderschönes Kinderbuch, das allen in der Familie ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann.

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Hier geht es zu weiteren Informationen des Diogenes Verlags. Das Buch wurde vom Verlag als kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. 

Freitag, 1. April 2022

Felix Adlon/ Kerstin Kropac "Adlon"

 

Die Geschichte des Hotel Adlon ist weltbekannnt, wurde verfilmt und in Büchern niedergeschrieben. Felix Adlon, direkter Nachfahre von Hotelgründer Lorenz Adlon, hat jetzt ein Buch geschrieben, in dem es eben nicht nur um das Hotel geht, sondern um eine gesamte Familiengeschichte. Von den ersten Geschäften des Lorenz Adlon in der Gastronomie über die Blütezeit des berühmten Hotels bis zur jetzigen Generation, die das Hotel durch Enteignung der Sowjetunion verloren hatte und heute für das Hotel Adlon, gehörend zur Kempinsky-Gruppe, nur noch den Namen hergibt.

Felix Adlon schreibt außerordentlich berührend und spannend über seine Familie, zeitweise liest es sich fast wie ein Krimi, wenn es um das Ende des Zweiten Weltkriegs und den Tod von Louis Adlon geht. Der Autor räumt auch mit Vorurteilen gegen Louis zweite Frau Hedda auf, der oft unterstellt wurde, eine Ehe zerstört und sich im Hotel breit gemacht zu haben. Doch nach dem Studium vieler Briefe ist Felix Adlon sich sicher, dass es wirklich eine große Liebe war, die seinen Urgroßvater mit seiner zweiten Frau verbunden hat. Die Geschichte liest sich sehr flüssig und wie ein sehr guter Roman und so macht die Lektüre einfach viel Freude und Lust auf mehr, besonders auf den Film, den Felix Adlon gemeinsam mit seinem Vater über das Adlon gemacht hat. Leider ist der aktuell kaum zu bekommen, vielleicht ist die Veröffentlichung des Buches ja Anlass, den Vertrieb des Films noch einmal anzukurbeln.

„Adlon“ von Felix Adlon und Kerstin Kropac ist ein tolles Buch, das ich sehr gerne gelesen habe und neben der Geschichte der Adlons auch ein spannendes Stück deutsche Geschichte beschreibt.

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Hier geht es zu weiteren Informationen des Heyne Verlags. Das Buch wurde über das Bloggerportal der Verlagsgruppe Penguin Random House als kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. 


Dienstag, 29. März 2022

Gisa Pauly "Fräulein Wunder"

 

Ende der 50er Jahre geht es in Brits Heimatort Riekenbüren sehr konservativ zu, Frauen gehören in die Küche und mehr nicht. Doch Brit will die Welt kennenlernen und da kommt eine Gruppenreise nach Sylt gerade recht. Auf der Insel verliebt sie sich in Arne und zurück in Riekenbüren stellt sie fest, dass sie schwanger ist. Ein Skandal! Doch Arne verspricht sie zu heiraten – bis er plötzlich verschwindet und sein Vater auftaucht, der viel Geld dafür zahlt, dass das Kind nicht mit seine Familie in Verbindung gebracht wird. Für Brit beginnt ein schwerer Weg im Kampf um ihr Kind und ein selbstbestimmtes Leben.

Mir hat Gisa Paulys Roman „Fräulein Wunder“ ausgesprochen gut gefallen. Die Autorin schafft es auf hervorragende Weise, die Zwänge und Einschränkungen der jungen Frauen der damaligen Zeit zu beschreiben, das konservative Denken und die Ängste, die auch oft damit verbunden waren. Der Wunsch von Brit nach Freiheit erscheint vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Gegebenheiten regelrecht abwegig, umso vehementer kämpft sie jedoch um genau diese Freiheit und Selbstbestimmung. Dabei trifft sie immer wieder auf Menschen, die ihr helfen und Hoffnung geben.

„Fräulein Wunder“ ist ein sehr gelungener Roman über die späten 50er und frühen 60er Jahre in der Bundesrepublik und die Rolle von Frauen und besonders ledigen Müttern in der damaligen Zeit. Brits Geschichte berührt beim Lesen und so freue ich mich schon sehr, auf die nächsten Bände der „Sylt-Saga“ von Gisa Pauly.  

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Hier geht es zu weiteren Informationen des Heyne Verlags. Das Buch wurde über das Programm Buchflüsterer von www.buecher.de kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. 


Freitag, 25. März 2022

Luca Fontanella "Trattoria Mortale. Die tote Diva"

 

Im friedlichen Städtchen Volterra in der Toskana ist einiges los. Die Fimdiva Stella Aurora kehrt zurück in die Stadt, in der ihr Ruhm begann und trifft auch ihre alte Flamme Angelo Panda, Betreiber einer gut laufenden Trattoria wieder. Doch kurz nach diesem Treffen wird Stella tot aufgefunden und Angelo gerät ins Visier der Ermittler. Sein Sohn Sergio muss als Agente der Polizei alles geben, um seinen Vater von den Vorwürfen reinzuwaschen und nebenbei das übliche Chaos in der Stadt im Griff zu haben. Das verspricht einige unterhaltsame Turbulenzen.

„Trattoria Mortale. Die tote Diva“ von Luca Fontanella ist ein unterhaltsamer und spannender Regionalkrimi, der in einer der schönsten Regionen Europas spielt. Dem Autor gelingt es hervorragend, das toskanische Lebensgefühl mit der Kriminalhandlung zu verknüpfen und seine Leserinnen und Leser so auf eine wahre Reise in das Herz der Toskana mitzunehmen. Bei Wein, Grappa und Espresso wird diskutiert, ermittelt und natürlich werden auch einige Herzen entflammt.

Luca Fontanella ist ein unterhaltsamer Krimi gelungen, der Lust auf eine Reise in die Toskana oder zumindest ein schönes Glas Rotwein auf dem Balkon macht, spannend und lustig zugleich.

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Hier geht es zu weiteren Informationen des Goldmann Verlags. Das Buch wurde über das Bloggerportal der Verlagsgruppe Penguin Random House kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. 


Mittwoch, 23. Februar 2022

Hanna Caspian "Gut Greifenau. Sternenwernde"

 Im finalen Band der Saga um Gut Greifenau und seine Bewohnerinnen und Bewohner kommt es noch einmal zu großen Veränderungen. Katharina muss in Berlin einen großen Verlust erleiden, ihre ganze Zukunft scheint plötzlich ungewiss und das Verhältnis zu Ihren Schwiegereltern verschlechtert sich dramatisch. Gleichzeitig kämpfen Konstantin und Rebecca weiter um das Überleben des Gutes. Doch auch vor Greifenau machen die politischen Veränderungen der späten 20er und frühen 30er Jahre nicht halt. Während Rebecca einfach nur entsetzt ist über das Erstarken des Nationalsozialismus zeigt sich Konstantin überraschend flexibel in seinen politischen Ansichten, wenn es nur dem Gut hilft. Ihre Ehe scheint damit vor dem Aus zu stehen.

„Sternenwende“ ist der Abschluss der Reihe um das Gut Greifenau und ist wieder einmal äußerst gelungen. Die Charaktere sind einem inzwischen wirklich ans Herz gewachsen und der Autorin Hanna Caspian gelingt es ausgezeichnet, politische und gesellschaftliche Entwicklungen an die Figuren ihrer Geschichte zu koppeln. Alexanders Homosexualität, Katharinas Wunsch als Ärztin zu arbeiten und Konstantins Alltag als Gutsbesitzer spiegeln die Probleme und Entwicklungen der damaligen Zeit sehr gut wieder. Besonders Katharina hat sich im Laufe der Reihe unfassbar weiter entwickelt und schafft es auf großartige Weise, ihre Frau zu stehen und sich nicht unterkriegen zu lassen. Die Geschichten reißen einen mal wieder wirklich mit und man ist völlig gefangen von der Handlung und Figuren, die man inzwischen so gut kennt.

„Gut Greifenau. Sternenwende“ ist der gelungene Abschluss einer sehr schönen Reihe, richtige Schmöker, die dazu einladen, stundenlang mit einem Buch auf dem Sofa zu liegen und die Zeit zu vergessen. 

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Hier geht es zu weiteren Informationen des Verlags Droemer Knaur. 


Freitag, 11. Februar 2022

Lisa Graf "Dallmayr. Der Traum vom schönen Leben"

 

Therese Randlkofer führt das Dallmayr gemeinsam mit ihrem Mann, es ist ihr gemeinsamer Traum. Doch als er plötzlich erkrankt, muss Therese sich allein durchbeißen und gegen ihren Schwager genauso durchsetzen wie gegenüber ihrem Sohn, dem sie den richtigen Weg weisen will, um einmal das Geschäft übernehmen zu können. In einer Zeit, in der es alles andere als normal ist, setzt sich Therese als Geschäftsfrau durch und führt den gemeinsamen Traum fort.

Lisa Grafs Roman „Dallmayr. Der Traum vom schönen Leben“ ist der Auftakt zu einer historischen Reihe und ich finde den ersten Roman sehr gelungen. Die Figuren sind schön beschrieben und sympathisch. Natürlich dominiert Thereses Figur die Geschichte, aber auch ihr Sohn Hermann, die Auszubildende Ludwig und ihre Nichte Balbina sind toll dargestellt  und bringen die Geschichte voran. Der Titel „Der Traum vom schönen Leben“ passt nicht nur auf Thereses Traum, sondern auch darauf, was Therese verkaufen will, denn die Menschen sollen davon träumen, einmal im Dallmayr einkaufen und in den dortigen Leckereien schwelgen zu können. . Es ist ein historischer Roman, der mehr auf die Charaktere als auf historische Fakten oder Begleitumstände abzielt, aber das ist keinesfalls negativ gemeint sondern nur ein Merkmal des Romans.

Alles in allem ist es eine sehr runde und unterhaltsame Geschichte, die schon Lust auf die weiteren Bände macht.

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Hier geht es zu weiteren Informationen des Penguin Verlags. 

Das Buch wurde vom Verlag Penguin Random House als kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. 


Montag, 7. Februar 2022

Ulrike Renk "Tage des Lichts. Das Schicksal einer Familie"

Die Geschichte von Ruth und der Familie Meyer aus Krefeld geht weiter. 1939, nachdem Ruth nach England geflohen ist, kann sie endlich ihre Familie nachholen. Doch der Krieg zwischen England und Deutschland macht ihr Angst, die Nazis scheinen ihr immer näher zu kommen. Die Familie will weiter in die USA flüchten, doch Plätze sind schwer zu bekommen. Gleichzeitig muss Ruth weiter auf dem Hof der Sandersons schuften, eine ungewohnte Arbeit, die ihr alles abverlangt. Doch die Hoffnung auf ein neues Leben lässt sie durchhalten.

„Tage des Lichts“ ist ein mitreißender und spannender Roman über das Leben einer jüdischen Familie, die es im wirklich letzten Moment schafft, vor den Nazis aus Deutschland zu fliehen um in England ein neues Leben anzufangen. Die Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit und vielleicht ist sie deshalb so berührend und detailliert geschrieben. Ruth ist in ihren Gefühlen oft hin und hergerissen und Ulrike Renk schafft es auf großartige Weise, den Leserinnen und Lesern diese Gefühlswelt nahezubringen. Man ist völlig gefangen von Ruths Schicksal und kann das Buch schnell nicht mehr aus der Hand legen.

Ulrike Renks dritter Roman über die Familie von Ruth Meyer vermittelt schon im Titel „Tage des Lichts“ viel Hoffnung. Doch wie trügerisch diese sein kann, zeigt sich auch sehr schnell während der Lektüre. Ein spannendes Buch, ein echter Schmöker und gleichzeitig eine großartige und berührende Geschichtsstunde, von mir gibt es eine uneingeschränkte Empfehlung für dieses Buch.

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Hier geht es zu weiteren Informationen des Aufbau Verlags.