Dienstag, 23. November 2021

Manuela Inusa "Walnusswünsche"

 

Victoria hat das Familienunternehmen in Kalifornien übernommen, eine Walnussfarm, während ihre wilde Schwester Abigail schon früh ausgerissen ist, um eine berühmte Schauspielerin zu werden. Seit dem hat sie keinen Kontakt mehr zu ihrer Schwester, die mit ihrem Vater allein auf der Farm lebt, nachdem ihre Mutter früh verstarb. Doch plötzlich steht Abigail wieder vor der Tür und hat sogar eine Tochter dabei. Victorias Leben wird dadurch völlig durcheinandergewirbelt und es bleibt die Frage, ob sie Abigail wieder vertrauen kann oder diese sie wieder im Stich lässt.

„Walnusswünsche“ ist der inzwischen fünfte Band der leicht lesbaren Kalifornien-Reihe von Manuela Inusa und fügt sich in diese Reihe auch nahtlos ein. Sympathische Hauptfiguren, viele Emotionen und viel Lokalkolorit sind die perfekte Mischung. Der Roman lässt sich leicht und flüssig lesen und ist ein schöner Schmöker, in den man einfach abtauchen kann.

Manuela Inusas neuestes Buch „Walnusswünsche“ hat mir wieder gut gefallen, eine schöne Unterhaltungslektüre, die einfach Freude macht.

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Hier geht es zu weiteren Informationen des Blanvalet Verlags. 

Das Buch wurde über das Bloggerportal von Penguin Randomhouse kostenlos zur Verfügung gestellt. 


Dienstag, 12. Oktober 2021

Nora Elias "Der Schönheitssalon 2. Der Triumph der Schwestern"

 

Die Geschichte um die Rosenberg-Schwestern geht weiter. Während Helena im Krieg ihren Mann verloren hat und verbissen daran arbeitet, ihren Kindern ein erfolgreiches Unternehmen zu übergeben, ist Charlotte nach wie vor verheiratet und führt ihr Schönheitsunternehmen ebenfalls recht erfolgreich. Doch die nachfolgende Generation ist nicht bereit, den Familienstreit der beiden Schwestern fortzuführen und so nähern sich die beiden Cousinen Emma und Marion an und starten eine Zusammenarbeit.

´“Der Schönheitssalon. Der Triumph der Schwestern“ ist wieder ein äußerst gelungener Roman, der gleichzeitig eine schöne Reise in das Berlin der 50er Jahre darstellt. Der Zweite Weltkrieg ist noch lange nicht verarbeitet und die Stadt hat sich noch nicht endgültig erholt, doch es geht aufwärts und die Menschen wollen endlich wieder etwas erleben und sich etwas gönnen. Dieses Gefühl beschreibt die Autorin Nora Elias sehr schön und nimmt ihre Leserinnen und Leser so direkt mit in eine andere Welt. Die Geschichte ist wieder sehr unterhaltsam mit abwechslungsreichen Charakteren, die einerseits sinnbildlich für ihre Zeit stehen (wie zum Beispiel der vom Krieg traumatisierte Sohn von Helena), aber auch ihren eigenen Weg gehen wollen, wie Emma und Marion, die sich unabhängig von ihren Müttern zusammenschließen.

Nora Elias zweiter Band der Schönheitssalon-Reihe „Der Triumpf der Schwestern“ ist ein sehr schöner und kurzweiliger historischer Roman, der sich leicht weglesen lässt und viel Freude macht. Von mir gibt es eindeutig eine Leseempfehlung. 

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Hier geht es zu weiteren Informationen des Goldmann Verlags. Das Buch wurde kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. 

Mittwoch, 6. Oktober 2021

Heidi Rehn "Vor Frauen wird gewarnt"

 

Vicky Baum ist eine Ausnahmeerscheinung ihrer Zeit, als Schriftstellerin und Redakteurin im Ullstein Verlag lebt sie in den 20er Jahren in Berlin, getrennt von Mann und Söhnen macht sie Karriere. Doch es ist harte Arbeit, ständig zerrissen zwischen den Erwartungen des Verlags und ihren Lesern und auch ihrer Familie, die gerne nach Berlin nachkommen möchte. Doch dafür braucht auch ihr Mann erst eine Stelle in Berlin.

Heidi Rehn schafft mit ihrem biographischen Roman über Vicky Baum ein spannendes und interessantes Buch, das Einblick in das Leben dieser besonderen Frau gibt. Vicky Baum war eine Vorreiterin der Emanzipation, so selbstverständlich wie sie Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen versuchte, könnte sie auch in die heutige Zeit passen. Gleichzeitig war sie jedoch auch konservativ, sah sich nie als die große Emanze sondern als im Kleinen am eigenen Lebensentwurf arbeitende Frau. Diese Sichtweise fand ich sehr spannend. Heidi Rehn ist bekannt für mitreißende und zugleich bewegende historische Roman und dies ist ihr auch mit „Vor Frauen wird gewarnt“ wieder gelungen.

Heidi Rehns biographischer Roman „Vor Frauen wird gewarnt“ ist zugleich unterhaltsam und historisch interessant, ein sehr interessantes Buch, dass beim Lesen einfach Freude macht. 

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Hier geht es zu weiteren Informationen des Verlags Droemer Knaur. 

Das Buch wurde von der Verlagsgruppe Dromer Knaur als kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. 



Samstag, 25. September 2021

Chris Whitaker "Von hier bis zum Anfang"

 

Duchess Day Radley ist dreizehn Jahre alt lebt mit ihrem jüngeren Bruder in Cape Haven, Kalifornien. Weil ihre Mutter Star nach dem frühen gewaltsamen Tod ihrer Schwester nie wieder richtig Fuß im Leben fassen konnte, kümmert sie sich um die Familie und hält alles am Laufen. Als der Mörder von Stars Schwester nach dreißig Jahren aus dem Gefängnis entlassen wird, bringt das Dinge ins Rollen, die das Leben von Duchess und ihrem Bruder für immer verändern sollen.

Ich habe selten ein Buch gelesen, dass mich so berührt hat  wie „Von hier bis zum Anfang“ von Chris Whitaker. Duchess ist eine Person, die derart vom Schicksal gebeutelt ist, dass sie schon in ihren jungen Jahren wirkt wie eine alte Frau, ständig Verantwortung, ständig Entscheidungen zu treffen. Sie ist stark und tough, und doch gleichzeitig ein kleines Mädchen, dass Liebe und Anerkennung sucht. Chris Whitaker beschreibt ihre Geschichte so rührend und nahegehend, dass man sie selbst am liebsten vor dem beschützen würde, was ihr geschieht. Gleichzeitig ist es die Geschichte von weiteren gescheiterten Existenzen, wie die des parkinsonkranken Polizisten Walk, der sein ganzes Leben auf die Tat seines alten Freundes Vincent ausgerichtet hat, die damals auch die Freundschaft von Star, Vincent und Walk zerstörte. Diese Figuren gehen einem ans Herz und in den Kopf und wollen da auch noch Ende der Lektüre nicht wieder weg. Noch lange bewegt einen die Geschichte, die gleichzeitig mit vielen Überraschungen und Wendungen für Unterhaltung sorgt.

„Von hier bis zum Anfang“ von Chris Whitaker ist ein besonderes und absolut bemerkenswertes Buch, das mich so schnell noch nicht wieder loslassen wird. Es hat mich sehr berührt und gleichzeitig mitgerissen, ein großartiger Roman, wunderbar geschrieben, definitiv ein Buch an das man sich erinnert. 

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Hier geht es zu weiteren Informationen des Piper Verlags. 

Das Buch wurde über das Buchflüsterer-Programm von www.buecher.de kostenlos als Leseexemplar zur Verfügung gestellt. 

Mittwoch, 22. September 2021

Susanne Rubin "Das Grandhotel an der Alster"

Ryan Maclane ist mehr als überrascht, als er die Nachricht erhält, dass er das Hamburger Grand Hotel Jacoby nach dem Tod des Besitzers geerbt haben soll. Trotz seiner Zweifel reist er nach Hamburg und lernt dort Emily Magnussen kennen, die im Hotel seine rechte Hand sein soll. Er ist sofort fasziniert von der zielstrebigen Frau und gemeinsam versuchen sie herauszufinden, warum er als Erbe eingesetzt wurde. Was hat er mit Lina Jacoby und ihrem Sohn Max zu tun, die ihm das Hotel vermacht haben, nachdem sie es mit Mühe durch die Wirren des Zweiten Weltkriegs gebracht haben und danach zu neuem Glanz gebracht haben?

Susanne Rubins „Das Grand Hotel an der Alster“ ist ein echter Schmöker, der alles verbindet, was ein gutes Buch braucht. Eine spannende Story mit vielen Überraschungen, sympathische Charaktere und ein einzigartiger Ort, an dem die Handlung spielt. Die beschriebene Geschichte des Grand Hotels Jacoby ist sehr spannend und gleichzeitig kurzweilig und unterhaltsam, zugleich sind die in der Gegenwart spielenden Episoden geprägt vom Zusammenspiel zwischen Ryan Maclane und Emily Magnussen, was für viele Emotionen sorgt. Dieser Aufbau des Romans sorgt für einen ständigen Wechsel der Perspektive, was die Lektüre noch interessanter macht und die Zeit beim Lesen fast verfliegen lässt.

Mir hat „Das Grand Hotel an der Alster“ sehr gut gefallen, ein schönes Buch mit sympathischen Figuren, die man gerne auf ihre spannende Reise begleitet. Susanne Rubin ist ein echter Schmöker gelungen, den man nicht mehr aus der Hand legt, wenn man einmal damit angefangen hat. 

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Hier geht es zu weiteren Informationen des Heyne Verlags. Das Buch wurde von der Verlagsgruppe Penguin Random House als kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. 

Montag, 20. September 2021

Gisa Pauly "Jeder lügt so gut er kann"

 

Anna will ein neues Leben beginnen, eine Pension in der schönen toskanischen Stadt Siena ist ihr Traum und dank ihres Erbes nach dem Tod ihres Mannes kann sie diesen verwirklichen. Doch ihre geldgierige Tochter und ihre kleinkriminelle Verwandtschaft holen sie auch in Siena ein und lassen sie nicht wirklich die italienische Sonne genießen. Und als auch noch zwei Männer beginnen, um ihre Liebe zu buhlen, muss die eine oder andere Lüge herhalten, um ein wenig Ruhe in Annas Leben herzustellen.

„Jeder lügt so gut er kann“ von Gisa Pauly ist eine leichte Unterhaltung, die sich einfach weglesen lässt und wenig Anstrengung erfordert. Die Geschichte ist sehr unterhaltsam und Anna eine lustige und interessante Hauptfigur, die einen schnell in den Plot mitnimmt. Die Geschichte lebt hauptsächlich von den Charakteren, die in einer kurzweiligen Geschichte agieren und durch ihre speziellen Charakterzüge die Story am Laufen halten. Was mich persönlich immer sehr stört, ist wenn man Geschichten in einer bestimmten Stadt ansiedelt, dann aber die Örtlichkeiten völlig falsch wiedergibt. Und in Siena ist es absolut unmöglich, vom Campo aus das Geschäft Nannini zu sehen, diese falschen Details sind für die Geschichte einfach unnötig und zeugen von schlechter Recherche oder Gedankenlosigkeit.

Gisa Pauly hat mit dem Auftakt zu ihrer Siena-Reihe und unterhaltsamen, wenn auch etwas flachen und seichten Roman geschaffen, der auf jeden Fall eine schöne Sommerlektüre sein kann. 

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Freitag, 17. September 2021

Pierre Martin "Madame le Commissaire und die tote Nonne"

 

Eine Nonne stürzt beim Kräutersammeln eine Steilküste hinab und ist tot. Was zunächst nach einem Unfall aussieht, entpuppt sich als Mord und da Isabelle Bonnet zufällig gerade vor Ort ist, übernimmt sie diesen Fall. Doch wer sollte eine gottesfürchtige Nonne umbringen? Madame le Commissaire und ihr emsiger Assistent Appollinaire vermuten das Motiv im Vorleben der Nonne, doch in dem malerischen alten Kloster, aus dem die Nonne stammte, scheint es noch mehr Ungereimtheiten zu geben. Die beiden müssen also tiefer graben, um das Motiv des Mordes und den Täter zu ergründen.

Dieser Band von Pierre Martin zu seiner „Madame le Commissaire“ war für mich einer der bisher besten. Die Geschichte ist sehr spannend und interessant konstruiert und am Ende sehr überraschend. Wie immer sind auch die Landschaftsbeschreibungen der Provence und das beschauliche Leben im Städtchen Fragolin so einladend, dass man als Leserin oder Leser gerne sofort eine Reise dorthin machen möchte. In Kombination mit dem unterhaltsamen Personal und Isabelles Liebesdreieck mit dem Bürgermeister und dem extravaganten Kunstsammler Rouven schafft der Autor wieder einen spannenden und gleichzeitig sehr unterhaltsamen Krimi.

Pierre Martins Provence-Krimi „Madame le Commissaire und die tote Nonne“ ist wieder ein äußerst gelungenes Buch mit viel Humor und Lokalkolorit, dass bei der Lektüre einfach Freude macht und natürlich Lust auf die kommenden Bände rund um Isabelle Bonnet, die Madame le Commissaire.

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Hier geht es zu weiteren Informationen des Verlags Droemer Knaur.