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Dienstag, 9. Mai 2023

Teresa Simon "Die Oleanderfrauen"

 

Als Sophie Terhoven sich 1936 in Hannes Kröger verliebt, ist es eine Liebe, die nicht sein darf. Denn Sophie ist die Tochter eines wohlhabenden Hamburger Kaffeebarons und Hannes der Sohn der Köchin. Dennoch entsteht aus ihrer Liebe ein Kind, Sophie wird von ihren Eltern verstoßen, der Krieg nimmt Deutschland in die Zange. All das erfährt fast 100 Jahre später Johanna Martens, die Sophies Tagebuch auf dem Dachboden ihrer Mutter findet. Doch wie ist es da hingekommen und was hat Sophies Geschichte mit ihr zu tun? Das soll Jule mit ihr herausfinden, eine junge Café-Besitzerin, die in ihrer Freizeit Familiengeschichten recherchiert. Und was die beiden herausfinden, ist mehr als überraschend.

Teresa Simons Roman „Die Oleanderfrauen“ hat mir von der ersten Seite an gefallen. Sophies tragische Geschichte nimmt einen sofort für sie ein, sie lebt in einer Zeit, in der sie als Frau nicht selbst entscheiden darf, was gut für sie ist und in der Standesunterschiede eine große Rolle spielen. Als sie von Hannes ein Kind bekommt, scheint sich das ganze Leben gegen sie zu wenden und sie muss plötzlich aus ihrem behüteten Leben ausbrechen und stark sein, für sich und ihr Kind. Ich finde ihre Entwicklung beeindruckend und die Episoden mit Johanna und Jule, die in der Gegenwart spielen haben mir ebenfalls gut gefallen. Zuletzt noch einige überraschende, aber durchaus schlüssige Wendungen und schon ist der gelungene Roman fertig.

Mir hat „Die Oleanderfrauen“ von Teresa Simon ausgesprochen gut gefallen, eine schöne Mischung aus historischem Roman und Liebesgeschichte, gut lesbar und kurzweilige Unterhaltung.

✮✮✮✮✰

Hier geht es zu weiteren Informationen des Heyne Verlags. 

Freitag, 5. Mai 2023

Gisa Pauly "Hotel Freiheit"

 

Die Sylt-Saga von Gisa Pauly geht in die letzte Runde und im Mittelpunkt steht Alisia. Während ihre Mutter Kari das Familienunternehmen mit Café und Hotel auf Sylt wiederum von ihrer Mutter Brit übernommen hat, soll Alisia eine andere Zukunft haben. Sie ist bekannt als „La Cappuccina“, das wunderschöne Model von der Insel Sylt. Doch sie ist unzufrieden mit diesem Leben, das nur auf Oberflächlichkeiten gründet. Dann verliebt sie sich plötzlich unsterblich in einen Mann, der ihr aber nur Unglück zu bringen scheint. Wohin soll Alisia ihren Lebensweg gehen, was wird sie endlich glücklich machen?

„Hotel Freiheit“ von Gisa Pauly ist genauso gelungen wie die beiden vorhergehenden Bände der Trilogie. Die Autorin schreibt gewohnt flüssig und anschaulich, die Figuren sind sympathisch und wachsen einem schnell ans Herz. Wie schon Brit und Kari muss auch Alisia erst ihren eigenen Weg finden, um ein glückliches erfülltes Leben zu finden und wie schon bei allen anderen Frauen der Familie, meinen die Eltern oft, es besser zu wissen als ihre (erwachsenen) Kinder. Das Muster zieht sich in der Familie durch, doch am Ende wendet sich natürlich alles zum Guten und man kann beruhigt Abschied von der Sylt-Trilogie nehmen, die sehr viel Unterhaltung geboten hat.

Gisa Pauly ist mit dem Abschluss ihrer Sylt-Saga „Hotel Freiheit“ wieder ein sehr schöner Roman gelungen, der bei der Lektüre einfach Freude macht. Auch wenn es sehr schade ist, dass die Sylt-Trilogie zu Ende ist, freue ich mich auf neue Projekte der Autorin.

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Hier geht es zu weiteren Informationen des Heyne Verlags. Das Buch wurde über das Bloggerportal der Verlagsgruppe Penguin Random House als kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. 

Dienstag, 18. April 2023

Hazel Prior "Miss Veronica und der Ruf der Pinguine"


 

Veronica McCreedy ist zurück und nach wie vor ist sie keine ruhige Rentnerin, die zu Hause sitzt und Tee trinkt. Sie kümmert sich leidenschaftlich um Daisy, ein kleines Mädchen, das sich gerade von einer Krebserkrankung erholt und träumt von ihren geliebten Pinguinen.  Als sie das Angebot erhält, für eine Fernsehdokumentation wieder zu Pinguinen zu reisen, wenn auch „nur“ auf die Südhalbkugel und nicht ganz in die Antarktis, ist sie begeistert. Kurzerhand fliegt sie gemeinsam mit Daisy und die beiden erleben verrückte Abenteuer und treffen liebenswerte Menschen und Tiere.

Miss Veronica und ihre Pinguine hatten es mir schon mit dem ersten Band angetan und auch dieses Buch hat mich wieder begeistert. Die etwas grummelige Veronica McCreedy ist im Grunde ein sehr liebenswerter Mensch, der nur schwer aus sich herauskommt. Doch die quirlige Daisy und die niedlichen Pinguine schaffen es mühelos, diesen Panzer zu knacken. Dabei ist der Roman wieder sehr kurzweilig und schwungvoll geschrieben, die Lektüre macht Freude und ist sehr unterhaltsam. Man kann darüber streiten, wie realistisch so eine Geschichte ist, aber darum geht es in diesem Fall nicht. Miss Veronica mischt mit ihrer eigenen Art das Leben vieler Menschen auf, umso schöner, dass auch ihr hier viel Gutes geschieht.

„Miss Veronica und der Ruf der Pinguine“ ist ein sehr unterhaltsames und liebevoll geschriebenes Buch, die Lektüre hat mir viel Spaß gemacht.

✮✮✮✮✰

Hier geht es zu weiteren Informationen des Goldmann Verlags. Das Buch wurde über das Bloggerportal der Verlagsgruppe Penguin Randomhouse als kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. 

Montag, 13. März 2023

Walter Tevis "Das Damengambit"


 

Elisabeth Harmon wächst im Waisenhaus auf und lernt dort vom Hausmeister das Schachspiel. Schnell wird klar, dass sie ein Genie auf dem Gebiet ist, doch im Waisenhaus wird ihr Talent nicht gefördert, sondern weggesperrt. Als sie schließlich adoptiert wird, erkennt ihre Adoptivmutter ihr Potential und unterstützt sie. Beth schwingt zwischen Genie und Wahnsinn, während sie eine wahnwitzige Schachkarriere startet.

Den meisten wird „Das Damengambit“ als Netflix –Serie bekannt sein, doch die Buchvorlage schriebe Walter Tevis bereits einige Jahre früher. Der Roman schafft eine Detailfülle, die in einer Serie so niemals umgesetzt werden könnte. Beths Gefühlsleben, ihr Ehrgeiz und gleichzeitig ihr Hang zur Selbstzerstörung beschreibt Tevis so genau, dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen kann. Selbst als jemand, der von Schach wirklich gar keine Ahnung hatte, ist die Beschreibung der Turniere hochinteressant und mitreißend, das Kalkül der Spieler und die Konzentration sind absolut fesselnd.

„Das Damengambit“ von Walter Tevis ist ein überragender Roman, ein faszinierendes Buch, das ich nicht mehr aus der Hand legen konnte. Inzwischen habe ich auch die sehr gute Serie bei Netflix gesehen, aber an den Roman kann sie nicht heranreichen.

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Hier geht es zu weiteren Informationen des Diogenes Verlags. 

Das Buch wurde vom Verlag als kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. 


Samstag, 4. Februar 2023

Anne Sanders "Das Glück auf Gleis 7"

 

Jeden Morgen pendelt Emma von Brighton nach London. Die Fahrt nutzt sie zum Lesen oder Grübeln. Doch plötzlich taucht ein neuer Fahrgast auf, Jamie pendelt ebenfalls nach London, allerdings nicht so freiwillig wie Emma, er würde lieber in London leben. Die beiden kommen ins Gespräch und lernen sich jeden Morgen ein bisschen besser kennen. Jamie ist fasziniert von Emma und auch sie kann den Mann nicht vergessen, der ihr jeden Morgen ein bisschen mehr von sich preisgibt. Doch da ist auch noch Tyler, mit dem sie seit Jahren in einer Beziehung lebt, auch wenn es Probleme gibt.

„Das Glück auf Gleis 7“ ist ein sehr romantischer Titel und genauso romantisch und herzerwärmend ist auch die Geschichte von Anne Sanders. Der Roman ist recht einfach gestrickt, eine besondere Gelegenheit zu der sich zwei Menschen treffen, sie verlieben sich und müssen Hindernisse überwinden. Aber mit Jamie und Emma hat die Autorin zwei interessante Figuren geschaffen, die der Geschichte viel Leben geben und über das einfache Konzept gerne hinwegsehen lassen. Die Lektüre macht einfach Freude und man lebt gerne mit den Charakteren in dieser Geschichte.

Mir hat „Das Glück auf Gleis 7“ von Anne Sanders gut gefallen. Es ist ein schöner Liebesroman, perfekt für einen verregneten Nachmittag auf dem Sofa, um in eine andere Welt abzutauchen.

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Das Buch wurde über das Bloggerprogramm der Verlagsgruppe Penguin Random House als kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. 

Freitag, 6. Januar 2023

Ellen Sandberg "Das Unrecht"

 

Der Herbst ist für Annett immer besonders düster, erinnert er sie doch an die schlimmste Zeit ihres Lebens. Es zieht sie zurück nach Wismar, die Stadt ihrer Jugend und der ersten Freundschaften. Annett beschließt, sich auf die Suche nach Antworten zu begeben und herauszufinden, was damals genau passierte, das so viele Leben veränderte und zerstörte. Denn ein Verrät schwebt über allem und sie will endlich wissen, wer sie vor 30 Jahren verraten hat.

Ellen Sandberg schreibt Romane, die so spannend und intensiv sind, dass man sie gar nicht mehr aus der Hand legen kann. Mit „Das Unrecht“ übertrifft sie sich noch einmal wieder selber, denn der Fall ist so unfassbar grausam, wie Annett ihn langsam auflöst, dass er ihr noch einmal den Boden unter den Füßen wegzieht, so viele Jahre später. Die sympathische Protagonistin steht einem schnell Nahe und so leidet man mit ihr von Seite zu Seite, während sie ihre Vergangenheit neu entdeckt und auch die Gegenwart damit grundsätzlich verändert. Die Wendungen sind so spannend und überraschend, dass man fast nie mit ihnen gerechnet hat und so kann man als Leserin nicht anders als einfach immer weiterlesen, um mit Annett endlich auch das letzte kleine Teil zur Lösung zu finden.

„Das Unrecht“ von Ellen Sandberg ist ein unglaublich spannendender und großartig geschriebener Roman. Bis in dem kleinsten Detail passend und logisch lässt die Autorin einem keine Pause und reißt einen von der ersten bis zur letzten Seite mit. Einfach ein großartiges Buch, dass ich nur jedem empfehlen kann.

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Das Buch wurde über das Bloggerportal der Verlagsgruppe Penguin Random House als kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. 

Freitag, 18. November 2022

Leïla Slimani "Schaut, wie wir tanzen"

 

Die Geschichte von Mathilde, einer Französin die sich in einen marokkanischen Soldaten verliebte und ihm nach dem Zweiten Weltkrieg in seine Heimat folgte, geht in diesem Roman weiter. Doch hauptsächlich geht es weiter im Leben ihrer Kinder, die inzwischen erwachsen sind und ganz eigene Erfahrungen sammeln, während Mathilde und Armine Belhaj auf ihrer Farm leben, Matilde verbittert und am Ende ihrer Kräfte wie es scheint, Armine ehrgeizig und fordernd wie eh und je.

Leïla Slimanis Sprache ist derart eindrucksvoll und poetisch, dass ihre Geschichten einen im tiefsten Inneren erreichen müssen. Matildes Tochter Aicha kehrt zurück vom Medizinstudium in Frankreich und trifft auf eine eingefrorene Welt, in der nichts veränderbar zu sein scheint, in der alles bleibt, wie es war. Doch sie lernt auch die Freiheit kennen und die Aufbruchsstimmung einer Jugend, die das Land verändern will. Dieser Widerspruch zwischen ihren Erfahrungen in der Familie und denen mit Freunden in der Großstadt macht die Geschichte so unglaublich interessant. Slimani zeigt eindrücklich die Zerrissenheit dieses Landes, das nach den Jahren des französischen Kolonialismus seine Unabhängigkeit erreicht und dennoch auf der Suche nach dem richtigen Weg ist. Während Aicha die ordentliche Studentin ist und lernt, driftet ihr Bruder Selim völlig ab in Affären und Drogenexzesse, er zerbricht regelrecht am Vorbild seines Vaters, der ihn mit scheinbar unerfüllbaren Erwartungen überlastet.

Die Romane von Leïla Slimani sind immer einmalig, sie stechen hervor und sind mit nichts vergleichbar. Sie begeistert mich mit einer wunderschönen Sprache und einer Beobachtungsgabe, die die Figuren in echte Menschen zu verwandeln scheint. „Schaut, wie wir tanzen“ ist ein phänomenaler Roman, voller widersprüchlicher echter Figuren und Geschichten, die so gut erzählt sind, dass sie vor dem eigenen Auge wirklich stattzufinden scheinen- einmalig schön und bewegend.

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Hier geht es zu weiteren Informationen des Luchterhand Literaturverlags. Das Buch wurde über das Bloggerprogramm der Verlagsgruppe Penguin Random House als kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. 

Donnerstag, 3. November 2022

Gisa Pauly "Café Hoffnung. Sylt-Saga"

 

Nach anstrengenden Jahren hat sich mit Brit mit Olaf auf Sylt ein Leben aufgebaut, sie führen mehrere Cafés und Hotels sehr erfolgreich. Ihre Tochter Kari ist inzwischen erwachsen, doch will sich nicht in ihr Leben einfügen. Sie rebelliert gegen die Spießigkeit ihrer Eltern, nimmt Drogen und heiratet den Modedesigner Mike Heiser, um ein sorgloses Leben führen zu können. Doch ihr Leben wird nicht so unbeschwert und einfach wie erhofft und es geschieht einiges, was sie zum Umdenken bringt.

Während der erste Band in den 50er und 60er Jahre spielte und es um Brits ungeplante Schwangerschaft und ihre Zeit als junge Mutter ging, legt die Autorin Gisa Pauly den Schwerpunkt in diesem Teil der Sylt-Saga auf Brits Tochter Kari und die 80er Jahre. Der Zeitsprung macht das ganze so besonders spannend, denn man hat nicht Karis gesamtes Aufwachsen miterlebt und sondern schaut jetzt wie durch ein Vergrößerungsglas auf einen bestimmten Lebensabschnitt von ihr. Sie hadert mit dem Leben und den Plänen, die ihre Eltern für sie haben eigentlich ganz genau wie früher ihre Mutter mit ihren Eltern. Nur dass es nicht so existenziell ist, wie der Verlust des eigenen Kindes sondern „nur“ um Selbstverwirklichung geht. Gisa Pauly beschreibt die Lebensgeschichte von Kari genauso spannend und berührend wie die von Brit und so ist man schnell wieder auf Sylt und taucht ein in die Lebensgeschichten dieser unterschiedlichen Frauen.

„Café Hoffnung“ von Gisa Pauly ist wieder ein sehr gelungenes Buch, das eine bewegt und schnell mitnimmt. Der Zeitsprung zwischen den beiden Bänden der Sylt-Saga hat mir besonders gut gefallen, man blickt immer nur auf einen Ausschnitt des Lebens von Brit und Kari, eine sehr schöne Idee der Autorin.

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Hier geht es zu weiteren Informationen des Heyne Verlags. Das Buch wurde über das Bloggerportal der Verlagsgruppe Penguin Random House als kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.


Donnerstag, 11. August 2022

Susanne Abel "Was ich nie gesagt habe. Gretchens Schicksalsfamilie"

 

Nachdem er einiges über die Vergangenheit seiner Mutter erfahren hat, hat Tom sich mit seinem Leben arrangiert, ist glücklich mit seiner Freundin Jenny und ihrem Sohn. Doch plötzlich meldet sich ein potentieller Halbbruder bei ihm, der ihn kennenlernen möchte. Und nach einiger Recherche zeigt sich, dass es noch viel mehr Halbgeschwister geben könnte, als zunächst gedacht. Denn nicht nur seine Mutter hatte viele Geheimnisse, die er nicht kannte. Auch sein Vater führte ein Leben, das er kaum kannte. Wieder beginnt eine spannende Suche nach den eigenen Wurzeln.

„Was ich nie gesagt habe. Gretchens Schicksalsfamilie“ ist der zweite Band von Susanne Abel rund um Gretchen und ihren Sohn Tom. Da seine Mutter inzwischen an Demenz leidet, kann sie ihm bei seiner Spurensuche nicht helfen und so gleicht der Roman fast einem Krimi, denn es ist viel Recherche und Spürsinn nötig, um den Familiengeheimnissen auf die Spur zu kommen. Ich finde es beeindruckend, mit wie viel Leidenschaft und Gefühl Susanne Abel über ihre Figuren schreibt, wie lebensnah und genau sie sind. Tom ist ein sehr vielschichtiger Charakter, der es einem oft auch schwer macht, ihn zu mögen, dennoch trägt er einen durch die Geschichte und bindet einen an den Roman. Seine Lebensgeschichte und die seiner Eltern sind sehr bewegend und machen den Roman so zu einem Buch, dass man nicht mehr aus der Hand legt, wenn man einmal angefangen hat.

Susanne Abels Roman „Was ich nie gesagt habe. Gretchens Schicksalfamilie“ hat mich wie der erste Band „Stay away from Gretchen“ sehr berührt und mitgenommen. Ein wahnsinnig gutes Buch, voller Gefühl und Geschichte.

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Hier geht es zu weiteren Informationen des dtv Verlags. 

Freitag, 5. August 2022

Hazel Prior "Miss Veronica und das Wunder der Pinguine"

 

Veronica McCreedy ist 86 Jahre alt, sehr wohlhabend und menschenscheu. Sie lebt allein auf ihrem Anwesen, ohne Familie und Freunde. Als sie eine Dokumentation über eine Forschungsstation für Adeliepinguine in der Antarktis sieht, ist sie sofort verliebt in die lustigen Tiere und beschließt, den Forschern vor Ort einen Besuch abzustatten. Nachdem sie ihren einzigen Enkel Patrick als sowieso nicht würdig für ihr Erbe befunden hat, will sie der Forschung nach ihrem Tod ihr gesamtes Vermögen hinterlassen. Doch die Reise verläuft anders als erwartet und die Pinguine schaffen es, Veronicas Eispanzer zu durchbrechen.

Mich hat bereits das Cover auf den ersten Blick angesprochen, ich fand es so sympathisch und den Titel so charmant, dass ich das Buch einfach lesen musste. Und ich wurde nicht enttäuscht, Hazel Prior überzeugt mit einer wunderbaren Geschichte über eine Frau, die sich nach außen einen Panzer zugelegt hat, weil das Leben ihr mehr als einmal übel mitgespielt hat. Diesen Schutzpanzer legt sie Stück für Stück ab und darunter erscheint wieder der fröhliche und liebevolle Mensch, der sich einmal war. Die Idee für die Geschichte, eine 86-Jährige Frau allein auf eine kleine Forschungsstation in der Antarktis reisen zu lassen, ist so absurd, dass es schon wieder gut funktioniert und gleichzeitig Dreh- und Angelpunkt für die Entwicklung aller Figuren wird. Und natürlich bekommen auch die Pinguine ihren großen Auftritt und wachsen den Leserinnen und Lesern ebenso ans Herz wie die grummelige Veronica McCreedy.

Mir hat „Miss Veronica und das Wunder der Pinguine“ außerordentlich gut gefallen. Es ist eine bemerkenswerte Geschichte, die mit viel Liebe geschrieben wurde und gerade deshalb so berührend ist. Dieses Buch ist etwas ganz Besonderes!

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Hier geht es zu weiteren Informationen des Goldmann Verlags. Und für alle begeisterten Leserinnen und Leser gibt es gute Nachrichte, im Dezember geht es weiter mit "Miss Veronica und der Ruf der Pinguine". 

Das Buch wurde über das Bloggerportal der Verlagsgruppe Penguin Random House als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. 


Montag, 18. Juli 2022

Leïla Slimani "Das Land der Anderen"

 

Mathilde wagt am Ende des Zweiten Weltkriegs einen großen Schritt. Als Französin heiratet sie den marokkanischen Offizier Amine Belhaj und geht mit ihm in sein Heimatland nach Marokko. Doch dort ist es schnell vorbei mit dem wilden Abenteuer und Mathilde kommt in der Realität an. Zum einen ist das Leben hart, anstrengend und arbeitsam. Zum anderen ist es nicht ihr Land, sie ist immer außen vor und gehört nirgends richtig dazu.

Leïla Slimani ist eine großartige Schriftstellerin und bewegt mit ihren Romanen, in den sie immer gesellschaftlich relevante Probleme anspricht. Auch mit diesem Buch ist ihr etwas Großartiges gelungen. Sie beschreibt die Geschichte von Mathilde und Armine ohne zu urteilen, ohne die Rollen in Gut und Böse zu unterteilen. Alle Figuren sind zutiefst menschlich, von Fehlern behaftet und von ihren eigenen Träumen geprägt. Mathilde ist nicht die wunderbare Frau mit einer enttäuschten Liebe, sie war vielleicht eine Träumerin, aber sie versucht anzukommen. Doch gleichzeitig stößt sie immer auf Widerstand, weil sie ungewollt Regeln verletzt, die sich ihr nicht erschließen und sich nicht in ein Gesellschaftssystem einfügen kann, das für Frauen wie sie überhaupt keine Rolle vorsieht. Die weiße französische Frau eines Marokkaners, wo steht sie überhaupt? Sie ist Französin, aber eigentlich keine Kolonialistin, gleichzeitig keine Marokkanerin und gehört auch dort nicht dazu. Sie lebt immer im „Land der Anderen“, wie schon der Titel sagt.

Der Roman „Das Land der Anderen“ von Leïla Slimani hat mich vollkommen begeistert. Die Sensibilität und Genauigkeit, mit der die Autorin erzählt und die großartige Konstruktion der Hauptfigur Mathilde sind einfach beeindruckend. Ein Ausnahmeroman, der einen mitreißt ohne je trivial zu sein.

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Hier geht es zu weiteren Informationen des btb Verlags.

Das Buch wurde über das Bloggerportal der Verlagsgruppe Penguin Random House als Rezensionsexemplar kostenlos zur Verfügung gestellt. 


Donnerstag, 30. Juni 2022

Ellen Sandberg "Das Geheimnis"

 

Ulla ist eine selbstbewusste Frau, Mutter einer erwachsenen Tochter und von ihrem Mann getrennt. Sie zieht in das Haus ihrer Mutter, die sie mit neun Jahren verlassen hat, ohne dass Ulla weiß, warum das passierte. Ihre Mutter lebte in einer Künstlerkommune auf einem Bauernhof, dort lebt jetzt auch Ulla und es beginnt eine Reise zu sich selbst und zur Vergangenheit ihrer verstorbenen Mutter. Was war sie für ein Menschen und warum konnte sie ihre Tochter nicht lieben? Und gleichzeitig stellt sich für Ulla die Frage, ob das Geschehene auch das Verhältnis zu ihrer Tochter beeinflusst und gestört hat.

Ellen Sandbergs Bücher haben mich bisher immer gefesselt und so ist es auch bei „Das Geheimnis“. So vielschichtig und detailreich erzählt die Autorin ihre Geschichte, dass man den Roman schon nach wenigen Seiten kaum noch aus der Hand legen kann. Ulla ist eine sehr interessante Protagonistin, fängt sie doch erst im Haus ihrer Mutter wirklich an, auch sich selbst und ihre Handlungen zu hinterfragen, während sie sich gleichzeitig konstant in der Auseinandersetzung mit ihrer Kindheit und den verrückten Handlungen ihrer Mutter befindet. Sie war Künstlerin, Freigeist, ungebremst. Ulla ist ruhig, geplant, man würde fast sagen spießig. Was wirklich hinter dem Verhalten ihrer Mutter steht, eben das Geheimnis, wie schon der Titel sagt, kommt nur ganz langsam, Stück für Stück ans Licht. Und so entsteht bei der Lektüre eine unglaubliche Spannung, die einen immer weiterlesen lässt.

„Das Geheimnis“ von Ellen Sandberg ist ein großartiges Buch, spannend und berührend zugleich. Ein Buch, das man nicht mehr aus der Hand legen möchte und dass ich jedem, der Spannung mag und nicht unbedingt einen Krimi sucht unbedingt ans Herz legen möchte.

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Hier geht es zu weiteren Informationen des Penguin Verlags. 

Montag, 27. Juni 2022

Marianne Cronin "Die hundert Jahre von Lenni und Margot"

 

Lenni und Margot sind beide im Krankenhaus und schwer erkrankt. Der große Unterschied ist ihr Alter. Lenni ist 17 Jahre alt, Margot ist 83. Gemeinsam bringen sie es auf 100 Jahre und haben viel erlebt. Sie beschließen, ihre Geschichten zu erzählen, in 100 Bildern, die sie während der Kunstkurse im Krankenhaus malen wollen. Und über diese Bilder und Geschichten lernen wir diese beiden wunderbaren Menschen kennen und lieben.

Diese schöne Geschichte und gleichzeitig dieses Gefühl von unfassbarer Ungerechtigkeit, dass Lenni mit 17 Jahren schon keine Hoffnung mehr auf ein erfülltes Leben haben soll, machen dieses Buch zu etwas ganz Besonderem! Nur wenige Bücher schaffen es, einen wirklich zu berühren und so ist es bei „Die hundert Jahre von Lenni und Margot“ von der ersten Seite an. Zwei so unterschiedliche Personen finden zusammen und entwickeln gemeinsam etwas Großartiges. Die Autorin Marianne Cronin schafft es durch ihren wunderbaren Stil, einen sofort in die Geschichte mitzunehmen und zeichnet ihre Figuren mit so viel Liebe zu den kleinen Details, dass man sich auch in diese fast auf der Stelle verlieben muss.

„Die hundert Jahre von Lenni und Margot“ ist eine bewegende Geschichte, wunderschön geschrieben und fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite. Von mir gibt es eine uneingeschränkte Empfehlung.

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Hier geht es zu weiteren Informationen des C.Bertelsmann Verlags. Das Buch wurde über das Programm Buchflüsterer von www.buecher.de kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. 

Dienstag, 10. Mai 2022

Manuela Inusa "Blaubeerjahre"


 

Alison, Jilian und Delilah sind nach dem frühen Tod ihren Eltern auf der Blaubeerfarm ihrer Großeltern in Kalifornien aufgewachsen. Doch mit dem Erwachsenwerden hat es sie in alle Himmelrichtungen verstreut und man trifft sich nur noch selten. Als ihre Großmuttter Fran sie jedoch bittet, die Blaubeerfarm zu übernehmen, damit sie zu ihrem kranken Ehemann ins Pflegeheim ziehen und die letzte Zeit gemeinsam mit ihm verbringen kann, sagen alle drei schnell zu. Kurzerhand lassen sie ihr Leben zurück, um noch einmal neu anzufangen.

Manuela Inusas Kalifornien-Reihe dreht sich immer eine bestimmte Farm und dieses Mal sind es die Blaubeeren, die als Marmelade, frische Früchte und in Muffins unter die Leute gebracht werden. Die Romane zeichnen sich alle durch sympathische Figuren und leichte, unterhaltsame Geschichten aus, da macht auch „Blaubeerjahre“ keine Ausnahme. Die Geschichten der drei Schwestern bringt die Autorin einem sehr schön nahe, man fühlt sich Ihnen sofort verbunden und ist so auch schnell in die Geschichte eingestiegen. Etwas abwegig erscheint es mir, dass alle drei plötzlich ihr Leben aufgeben, um zurück nach Kalifornien zu ziehen, aber es dient der Geschichte und schafft eine gute Grundlage für die Personenkonstellationen.

„Blaubeerjahre“ von Manuela Inusa ist ein leichtes, unterhaltsames Buch, das Freude macht, perfekt für einen sommerlichen Nachmittag auf dem Balkon oder im Garten.

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Hier geht es zu weiteren Informationen des Blanvalet Verlags. Das Buch wurde über das Bloggerportal der Verlagsgruppe Penguin Random House kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. 

Donnerstag, 13. Januar 2022

Jaroslav Rudis "Winterbergs letzte Reise"

 

Jan Kraus tritt in das Leben von Wenzel Winterberg, als dieser schon fast tot zu sein scheint. Er soll den alten Mann pflegen. Doch Winterberg erholt sich und will eine letzte große Reise machen, quer durch Europa, entlang seiner eigenen Geschichte und der Geschichte Europas.

Leider konnte mich dieser Roman nicht richtig begeistern. Ich hatte viel darüber gelesen und war neugierig auf Winterbergs Geschichte, seien Reiseroute und seine Erlebnisse. Doch der Stil und die Sprache des Romans haben es mir schwer gemacht, ich konnte der ganzen Handlung nicht gut folgen, die Charakter blieben für mich sehr schwammig und unklar. Dennoch finde ich die Idee hinter dem Roman immer noch großartig und bedaure, dass mir das Buch keine größere Lesefreude bereiten konnte. Die historischen Elemente fand ich dennoch spannend, auch wenn das Buch mich nicht mitnehmen konnte.

Für mich war „Winterbergs letzte Reise“ von Jaroslav Rudis definitiv nicht das richtige Buch, trotz einer tollen Idee konnte es sprachlich und erzählerisch für mich nicht überzeugen. 

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Hier geht es zu weiteren Informationen des btb Verlags. Das Buch wurde über Bloggerportal des Verlags Penguin Random House als kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. 

Sonntag, 28. November 2021

Lucinda Riley "Die verschwundene Schwester"

 

Der Todestag von Pa Salt jährt sich und die sechs bekannten Schwestern wollen seiner an der Stelle gedenken, an der er dem Meer übergeben wurde. Doch vorher wollen sie unbedingt noch die verschwundene siebte Schwester finden, die ihr Vater sein ganzes Leben über gesucht hat. Eine Spur führt nach Neuseeland und von dort um die ganze Welt, alle Schwestern müssen ihren Beitrag leisten, damit sie am Ende alle zusammen sein können.

Lucinda Rileys Bücher sind immer große Unterhaltungsromane und so ist es auch bei „Die verschwundene Schwester“. Obwohl das Buch so dick ist und so viele Seiten zu lesen sind, verfliegt die Zeit regelrecht, wenn man in die Geschichte eintaucht und so ist selbst der umfangreichste Roman viel zu schnell ausgelesen. Die Figuren sind von Anfang an sehr spannend konstruiert und wer alle Bände der „Sieben Schwestern“ gelesen hat, kennt die Hauptfiguren inzwischen so gut, dass man mit viel Freude wieder auf eine gemeinsame Reise geht.

„Die verschwundene Schwester“ von Lucinda Riley ist ein mitreißendes Buch, der siebte Band der Schwestern-Reihe steht den Vorgängern in nichts nach. Leider ist diese großartige Autorin erst vor kurzem verstorben, es wird also das (fast) letzte Buch von ihr sein. Denn am Ende ist bereits die Leseprobe für einen achten Band der Reihe enthalten, es bleibt also abzuwarten, ob dieser wirklich noch erscheint. Ich würde mich sehr freuen, noch etwas weiter mit Pa Salt und den Schwestern reisen zu können.  

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Dienstag, 23. November 2021

Manuela Inusa "Walnusswünsche"

 

Victoria hat das Familienunternehmen in Kalifornien übernommen, eine Walnussfarm, während ihre wilde Schwester Abigail schon früh ausgerissen ist, um eine berühmte Schauspielerin zu werden. Seit dem hat sie keinen Kontakt mehr zu ihrer Schwester, die mit ihrem Vater allein auf der Farm lebt, nachdem ihre Mutter früh verstarb. Doch plötzlich steht Abigail wieder vor der Tür und hat sogar eine Tochter dabei. Victorias Leben wird dadurch völlig durcheinandergewirbelt und es bleibt die Frage, ob sie Abigail wieder vertrauen kann oder diese sie wieder im Stich lässt.

„Walnusswünsche“ ist der inzwischen fünfte Band der leicht lesbaren Kalifornien-Reihe von Manuela Inusa und fügt sich in diese Reihe auch nahtlos ein. Sympathische Hauptfiguren, viele Emotionen und viel Lokalkolorit sind die perfekte Mischung. Der Roman lässt sich leicht und flüssig lesen und ist ein schöner Schmöker, in den man einfach abtauchen kann.

Manuela Inusas neuestes Buch „Walnusswünsche“ hat mir wieder gut gefallen, eine schöne Unterhaltungslektüre, die einfach Freude macht.

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Samstag, 25. September 2021

Chris Whitaker "Von hier bis zum Anfang"

 

Duchess Day Radley ist dreizehn Jahre alt lebt mit ihrem jüngeren Bruder in Cape Haven, Kalifornien. Weil ihre Mutter Star nach dem frühen gewaltsamen Tod ihrer Schwester nie wieder richtig Fuß im Leben fassen konnte, kümmert sie sich um die Familie und hält alles am Laufen. Als der Mörder von Stars Schwester nach dreißig Jahren aus dem Gefängnis entlassen wird, bringt das Dinge ins Rollen, die das Leben von Duchess und ihrem Bruder für immer verändern sollen.

Ich habe selten ein Buch gelesen, dass mich so berührt hat  wie „Von hier bis zum Anfang“ von Chris Whitaker. Duchess ist eine Person, die derart vom Schicksal gebeutelt ist, dass sie schon in ihren jungen Jahren wirkt wie eine alte Frau, ständig Verantwortung, ständig Entscheidungen zu treffen. Sie ist stark und tough, und doch gleichzeitig ein kleines Mädchen, dass Liebe und Anerkennung sucht. Chris Whitaker beschreibt ihre Geschichte so rührend und nahegehend, dass man sie selbst am liebsten vor dem beschützen würde, was ihr geschieht. Gleichzeitig ist es die Geschichte von weiteren gescheiterten Existenzen, wie die des parkinsonkranken Polizisten Walk, der sein ganzes Leben auf die Tat seines alten Freundes Vincent ausgerichtet hat, die damals auch die Freundschaft von Star, Vincent und Walk zerstörte. Diese Figuren gehen einem ans Herz und in den Kopf und wollen da auch noch Ende der Lektüre nicht wieder weg. Noch lange bewegt einen die Geschichte, die gleichzeitig mit vielen Überraschungen und Wendungen für Unterhaltung sorgt.

„Von hier bis zum Anfang“ von Chris Whitaker ist ein besonderes und absolut bemerkenswertes Buch, das mich so schnell noch nicht wieder loslassen wird. Es hat mich sehr berührt und gleichzeitig mitgerissen, ein großartiger Roman, wunderbar geschrieben, definitiv ein Buch an das man sich erinnert. 

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Das Buch wurde über das Buchflüsterer-Programm von www.buecher.de kostenlos als Leseexemplar zur Verfügung gestellt. 

Mittwoch, 22. September 2021

Susanne Rubin "Das Grandhotel an der Alster"

Ryan Maclane ist mehr als überrascht, als er die Nachricht erhält, dass er das Hamburger Grand Hotel Jacoby nach dem Tod des Besitzers geerbt haben soll. Trotz seiner Zweifel reist er nach Hamburg und lernt dort Emily Magnussen kennen, die im Hotel seine rechte Hand sein soll. Er ist sofort fasziniert von der zielstrebigen Frau und gemeinsam versuchen sie herauszufinden, warum er als Erbe eingesetzt wurde. Was hat er mit Lina Jacoby und ihrem Sohn Max zu tun, die ihm das Hotel vermacht haben, nachdem sie es mit Mühe durch die Wirren des Zweiten Weltkriegs gebracht haben und danach zu neuem Glanz gebracht haben?

Susanne Rubins „Das Grand Hotel an der Alster“ ist ein echter Schmöker, der alles verbindet, was ein gutes Buch braucht. Eine spannende Story mit vielen Überraschungen, sympathische Charaktere und ein einzigartiger Ort, an dem die Handlung spielt. Die beschriebene Geschichte des Grand Hotels Jacoby ist sehr spannend und gleichzeitig kurzweilig und unterhaltsam, zugleich sind die in der Gegenwart spielenden Episoden geprägt vom Zusammenspiel zwischen Ryan Maclane und Emily Magnussen, was für viele Emotionen sorgt. Dieser Aufbau des Romans sorgt für einen ständigen Wechsel der Perspektive, was die Lektüre noch interessanter macht und die Zeit beim Lesen fast verfliegen lässt.

Mir hat „Das Grand Hotel an der Alster“ sehr gut gefallen, ein schönes Buch mit sympathischen Figuren, die man gerne auf ihre spannende Reise begleitet. Susanne Rubin ist ein echter Schmöker gelungen, den man nicht mehr aus der Hand legt, wenn man einmal damit angefangen hat. 

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Mittwoch, 15. September 2021

Caroline Albertine Minor "Der Panzer des Hummers"

 

Drei Geschwister, die nach dem Tod ihrer Eltern ihr eigenes Leben leben und sich auseinandergelebt haben, beschreibt Caroline Albertine Minor in „Der Panzer des Hummers“. Während Sidsel mit ihrer Tochter ebenso wie der Bruder Niels in Kopenhagen lebt, hat es ihre Schwester Ea nach San Francisco verschlagen. Mühsam führen die drei ihr Leben und müssen sich nun Veränderungen stellen.

„Der Panzer des Hummers“ ist bereits viel gelobt und so hatte ich mich sehr auf die Lektüre gefreut. Leider konnte mich das Buch jedoch nicht erreichen, die Figuren erschienen mir bei der Lektüre etwas leblos und die Zusammenhänge der einzelnen Handlungsstränge haben für mich nicht immer einen wirklichen Sinn ergeben. Das Bild des Hummers, der seinen Panzer abstreifen muss um zu wachsen und so verletzlich bleibt, bis eine neue schützende Hülle ihn umgibt, fand ich hingegen wunderschön gewählt und auch sehr passend für die Figuren und ihre Entwicklung. Dennoch habe ich mich mit der Lektüre schwer getan. Der Autorin gelingt es meiner Meinung nach nicht gut genug, eine Verbindung zwischen den Figuren und den Leserinnen und Lesern herzustellen. Ohne diese Verbindung bleiben die Geschichten der Geschwister belanglos und auch ohne Zusammenhang, so dass ich das Buch am Ende etwas enttäuscht zur Seite gelegt habe.

Leider konnte mich Caroline Albertine Minor mit ihrem Roman „Der Panzer des Hummers“ nicht überzeugen, auch wenn ich die Idee und das Bild, das dem Roman zu Grunde liegt, sehr schön finde.

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Das Buch wurde als Rezensionsexemplar kostenlos vom Verlag zur Verfügung gestellt.