Donnerstag, 21. März 2019

Marc Elsberg "Gier"


In Berlin findet ein großer Wirtschaftsgipfel statt, während die Welt auf eine Finanzkatastrophe zusteuert, die das Jahr 2008 problemlos übertreffen könnte. Der Nobelpreisträger Thompson ist auf dem Weg zu seiner mit Spannung erwarteten Rede zum dem Gipfel, als sein Wagen verunglückt, mit ihm stirbt Will Cantor, der gemeinsam mit ihm gearbeitet hat. Jan Wutte ist zufällig Zeuge bei dem Unfall und will helfen, als Unbekannte das Auto mit den Verletzten in Brand stecken. Wutte muss fliehen, er wird von der Polizei des Mordes verdächtigt und gleichzeitig ist er der einzige, der die Wahrheit herausfinden kann. Denn kurz vor seinem Tod gab ihm der Verletzte Anhaltspunkte, die Begriffe Piel, Golden Bar und Chantale oder etwas Ähnliches meint er verstanden zu haben. Jan versucht auf eigene Faust, den Fall zu klären – ein Kampf gegen die Polizei, die Zeit und seine Verfolger.
Der letzte Roman von Marc Elsberg war „Helix“, meiner Meinung nach ein Meisterwerk als Wissenschaftsthriller, in dem der Autor neueste Erkenntnisse der Genforschung mit einem spannenden Thriller verband. Ähnliches hatte ich von „Gier“ erwartet, wurde jedoch enttäuscht. Wieder hat sich Elsberg einem sehr spannenden Thema zugewandt, dieses Mal dem Kapitalismus und der Unzufriedenheit vieler Menschen mit der immer größer werdenden Schere zwischen Arm und Reich. Leider schafft Elsberg es dieses Mal jedoch nicht, seine Figuren so aufzubauen, dass sie die Story vorantreiben, vielmehr dümpeln sie in seinem Plot vor sich hin und wirken oftmals verloren. Egal ob Jan Wutte, der fälschlicherweise des Mordes verdächtigt wird oder die Polizistin Maja, die ihn jagt, den Charakteren fehlen durchweg die Details, um sie glaubwürdig zu machen. Sie sind wie Schemen, zu denen man keinerlei Beziehung aufbaut. Darunter leidet die ganze Story, deren Idee zwar sehr spannend ist, die aber einfach nicht so richtig in Fahrt kommen will. Den wirtschaftstheoretischen Aspekt des Buchs fand ich sehr unterhaltsam, als Thriller konnte es mich jedoch einfach nicht richtig mitreißen.
Marc Elsberg schafft es immer wieder, in seinen Romanen den Zeitgeist aufzugreifen und über Themen zu schreiben, die die Menschen bewegen. „Gier“ fand ich jedoch nicht so gelungen, da die Figuren zu flach sind und einfach kein richtiges Tempo in der Story aufkommt. Ich habe von dem Autor schon viel bessere Romane gelesen.

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Mittwoch, 20. März 2019

Sky Montgomery "Einfach Mensch sein. Von Tieren lernen"


Sky Montgomery ist ein echter Tiermensch, egal ob Hund, Huhn oder Oktopus, sie versteht es, eine besondere Bindung aufzubauen. In diesem Band erzählt sie nun von den Tieren, die ihr in ihrem Leben begegnet sind und welchen besonderen Einfluss sie in den verschiedensten Situationen auf sie hatten. Tiere sind für sie vielleicht ein bisschen die besseren Menschen, auf jeden Fall können sie uns ein Vorbild sein in Freundschaft, Loyalität und auch Emotionalität.
Man merkt der Autorin an, dass ihr dieses Buch ein echtes Herzensanliegen war, denn sie schreibt mit so viel Zuneigung und Wärme von den Tieren, dass man sie als echte Freunde und Weggefährten wahrnimmt. Die Geschichten sind dabei genauso unterhaltsam wie lehrreich und machen aus diesem Band eine sehr schöne Lektüre. Die einzelnen Episoden lassen sich gut unabhängig voneinander lesen, so dass es möglich ist, immer wieder einzusteigen und sich eine kleine Geschichte zwischendurch zu gönnen, während man sich vielleicht durch dicke Krimis oder schwere Gegenwartsliteratur arbeitet. Dazu gibt es ganz zauberhafte Illustrationen, die das Buch zu etwas ganz Besonderem machen, denn die beschriebenen Tiere bekommen damit auch gleich ein ganz wunderbares Gesicht.
„Einfach Mensch sein“ von Sky Montgomery ist ein wunderbarer Band von Berichten über das Leben mit Tieren und ihren Einfluss auf die Autorin. Mir haben die Geschichten sehr gut gefallen, die Lektüre war einfach eine Freude.

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Dienstag, 19. März 2019

Anders Roslund / Börge Hellström "Drei Stunden"


Piet Hoffmann wollte eigentlich in Frieden leben und nichts mehr mit Ewert Grens von der schwedischen Polizei zu tun haben, nachdem er mit seiner Familie zurück nach Schweden gezogen ist und alle Altlasten beerdigt wurden. Doch als in Schweden über siebzig Leichen von afrikanischen Flüchtlingen in einem Container gefunden werden, wendet sich der Polizist an seinen alten Bekannten und bittet um Hilfe. Hoffmann ist beruflich in Afrika und soll die Schleuserorganisation infiltrieren, um die Kontaktmänner in Europa zu überführen. Wieder einmal muss er sich und seine Familie in Gefahr bringen, am Ende hat er drei Stunden Zeit, um alles zum Abschluss zu bringen.
Die Krimis um Piet Hoffmann gefallen mir einfach sehr gut und meiner Meinung nach ist jeder Band etwas besser als der Vorgänger. Hoffmann saß für die schwedische Polizei im Knast und war Kontaktmann zur polnischen Mafia, er hat sich in Kolumbien für die amerikanische Polizei in einen Drogenring einschleusen lassen und jetzt muss in er Afrika eine Schleuserbande zerstören. Die Themen sind sehr abwechslungsreich, dabei immer unglaublich gut recherchiert und detailliert beschrieben, so dass man bei der Lektüre sofort in die Story einsteigen kann. Hoffmann ist nicht unbedingt eine sympathische Hauptfigur und auch der Polizist Grens besteht überwiegend aus Ecken und Kanten, doch die beiden wachsen einem unweigerlich ans Herz und man leidet mit ihnen bei ihrem Kampf für mehr Gerechtigkeit. Der Stil des Autorenduos Roslund und Hellström ist dabei genauso spannend wie informativ, was das die besondere Grundlage des Romans ausmacht.
Den schwedischen Autoren Anders Roslund und Börge Hellström ist mit „Drei Stunden“ wieder ein spannender Thriller mit vielen aktuellen Bezügen zur Flüchtlingsproblematik und den Schleuserbanden auf dem Mittelmeer gelungen. Die Story lässt einen nicht kalt und mit den bekannten Protagonisten ist der Thriller eine großartige Unterhaltung für alle Leserinnen und Lesern.

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Mittwoch, 13. März 2019

Corinna Mell "Marienfelde"


Berlin in den 50er Jahren: Der Krieg ist endlich vorbei und das Wirtschafts- wunder bringt Deutschland voran. So auch Sonjas Familie, ihr Vater erweitert den kleinen Fahrdienst und übernimmt ein VW Autohaus. Während es in Westdeutschland aufwärts geht, lebt Sonjas Onkel in Ostberlin und ist glühender SED-Anhänger. Mit dem Mauerbau reißt der Kontakt immer weiter ab, Sonja ist inzwischen verheiratet und hat zwei Kinder, als ihr Onkel sie um Hilfe bittet. Sie soll ihn und seine Familie aus Ostberlin rausholen, sie werden von der Stasi drangsaliert. Ihr Mann Jürgen sieht nicht, wieso sie ihrem Onkel helfen will und die Ehe steht auf der Kippe. Wird ihre Familie an dem Streit zwischen Ost- und Westdeutschland zerbrechen?
In ihrem Roman „Marienfelde“ schildert Corinna Mell das Leben in den 50er und 60er Jahren in Berlin und die besondere Situation durch Konfrontation von Sozialismus und Kapitalismus in einer Stadt. Sehr gut beschreibt sie die politische Lage, aber besonders auch das Leben der normalen Menschen und wie es durch die Verhältnisse beeinflusst wurde. Das geht bei der Teilung von Familien durch die Grenze los, die Angst vor einem Krieg und die damit verbundenen Vorsichtsmaßnahmen. Gleichzeitig geht es aber auch um den Alltag, die Veränderung der Mode, das Frauenbild und die Entwicklung des Wohlstandes am Beispiel des Autohauses. Mir hat die gesamte Konstruktion sehr gut gefallen, die Autorin liefert ein schönes Bild der Zeit mit sympathischen Figuren, die einen die Geschichte gut erleben lassen und mitnehmen. Man erlebt mit Sonja ihre Backfischzeit im Internat, ihre Zeit kurz vor der Ehe und ihr Leben als junge Mutter in den 60er Jahren, was ich sehr faszinierend fand. Ihr Selbstbild als Frau, die hinter ihrem  Mann zurückstehen muss und dafür zuständig ist, Heim und Kinder zusammenzuhalten und sonst keine Aufgaben hat, ist mir persönlich heute sehr fremd und wirkt regelrecht antiquiert. Hier zeigt sich deutlich, wie sehr sich das Frauenbild in den letzten Jahrzehnten weiter entwickelt hat. Auch wenn Sonja schon eine sehr selbstständige Frau ist, kommt sie oftmals gar nicht auf die Idee, diese Rolle zu hinterfragen.
Der Roman liefert ein Bild der Alltagssituation, was allerdings auch dazu führt, dass es zwar interessant zu lesen ist, ihm teilweise aber etwas der Spannungsbogen fehlt, der alles zusammenhält. Es sind eher einzelne Episoden in Sonjas Leben, die ohne größeren Rahmen erzählt werden, was dennoch unterhaltsam ist. Ich habe mich allerdings gefragt, ob der Verfasser des Klappentextes den Roman überhaupt wirklich gelesen hat, so unpassend erschien mir diese Kurzfassung im Verhältnis zum gesamten Roman.
„Marienfelde“ bildet das Leben der Menschen im Westberlin der 50er und 60er Jahre sehr umfassend ab und gibt dem Leser ein schönes Bild des Lebens der Protagonisten. Eine leichte Lektüre, die unterhaltsam ist und dennoch einen schönen historischen Überblick vermittelt.

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Montag, 11. März 2019

Guide Me Travel Map Deutschland


Die Idee fand ich auf den ersten Blick super: Eine Karte, die als Reiseführer funktioniert und nebenbei noch zum coolen Reiseposter wird, das man nach der Reise als Deko in der Wohnung aufhängen kann, mit Aufklebern und eingezeichneter Reiseroute. Soweit die gute Idee. In der Praxis konnte mich die Zip-Karte dann leider nicht so richtig überzeugen. Ich habe die Deutschland-Karte, da ich gerne auch mal Kurztrips mit dem Auto mache und da bietet sich Deutschland natürlich an.
Doch da kommt man bei der Karte auch schon zu Problemen: Als Städtekarte sind Berlin und Hamburg dabei, die Pläne von Städten wie zumindest München und vielleicht noch Köln sucht man vergeblich. Die Tipps der Karte eigenen sich auch eher für Besucher, die nicht selber aus Deutschland kommen, sondern aus dem weiter entfernten Ausland, sonst scheint doch alles sehr banal und oberflächlich. Schloss Neuschwanstein ist sicher kein Geheimtipp, das Oktoberfest auch nicht. Da die Karte auf Deutsch ist und nicht auf Englisch, scheint sie sich jedoch an ein deutsches Publikum zu richten und das kann mit den Tipps vermutlich eher weniger anfangen, für die braucht man nicht mal einen Reiseführer, die meisten Sachen kennt man, sie sind überfüllt und gehören vermutlich zum Standard-Programm jeder amerikanischen oder asiatischen Reisegruppe.
Die Idee, die Karte später als Poster zu verwenden, finde ich dennoch schön, die Sticker sind optisch meiner Meinung nach nicht so toll, aber da könnte man ja eigene Sticker besorgen und verwenden. Dann bleibt jedoch die Frage, wozu überhaupt diese besondere Karte, denn Sticker auf eine Karte kleben, das kann ich mit jeder Karte machen.
Ich muss sagen, dass ich die Idee hinter der Karte richtig gut finde und vielleicht wäre sie für andere Länder auch besser geeignet als für Deutschland, wo man davon ausgehen kann, dass die meisten Touristen die Highlights zumindest schon mal gehört haben. Eine Karte wie diese richtet sich doch eher an Individualisten, die gerne ihre Route selbst planen und ein Land erkunden und dafür gab es im Informationsteil dann einfach zu wenige gute Tipps, die dabei geholfen hätten. Die Deutschlandkarte kann ich daher nicht wirklich empfehlen, für andere – unbekanntere- Länder, kann die Karte jedoch eine gute Reiseinspiration sein denke ich.

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Donnerstag, 7. März 2019

Kristin Hannah "Das Mädchen mit dem Schmetterling"


Dr. Julia Cates ist erfolgreiche Kinderpsychologin, bis sie die Situation einer Patientin falsch einschätzt und diese mehrere Jugendliche mit in den Tod nimmt. Als ihre Schwester Ellie sie um Hilfe in einem Fall bittet, macht sie sich also gerne auf den Weg, um L.A. und den Medienrummel hinter sich zu lassen. Doch was sie bei ihrer Schwester erwartet, übersteigt all ihre Vorstellungen: Ein kleines Mädchen wurde gefunden, sie spricht nicht und scheint jahrelang wild im Wald gelebt zu haben. Ganz langsam versucht Julia, ihr Vertrauen zu gewinnen und ihre Geschichte zu verstehen. Doch was wirklich passiert ist, kann keiner der Beteiligten auch nur ahnen.
„Das Mädchen mit dem Schmetterling“ ist eine unglaublich bewegende und anrührende Geschichte. Obwohl Julia selbst sehr verletzt ist, lässt sie sich voll auf die Therapie des Mädchens ein und beginnt, eine Bindung zu ihr aufzubauen. Die Entwicklungen, die sie erreicht, sind beeindruckend und nehmen einen bei der Lektüre ganz gefangen. Julia und Ellie sind zwei sehr gegensätzliche, aber spannende Protagonistinnen, die über diesen Fall selbst ihre Familiengeschichte langsam aufarbeiten. Dadurch baut man schnell eine emotionale Nähe zu diesen beiden Figuren auf und leidet mit ihnen genauso wie man sich mit ihnen freut. Neben der Haupthandlung hat Kristin Hannah noch einige kleine Nebenhandlungen mit ebenso charmanten Figuren eingeflochten, was das Buch noch unterhaltsamer und interessanter macht. Der mitreißende Erzählstil der Autorin trägt sein Übriges dazu bei, die Geschichte zu einem wirklich tollen und bewegenden Roman zu machen. Lediglich den Titel fand ich für die Geschichte völlig unpassend, da es lediglich eine Szene in dem Roman gibt, in dem ein Schmetterling auftaucht und diese völlig unbedeutend für die Geschichte ist.

Kristin Hannahs Roman „Das Mädchen mit dem Schmetterling“ ist großartige Unterhaltungsliteratur, die einem beim Lesen sehr bewegt und nicht unberührt zurücklässt. Das kleine Mädchen wächst einem sofort ans Herz und als Leser ist eine große Freude, ihre Geschichte zu begleiten. Mich hat der Roman total begeistert, wie alle anderen Romane der Autorin bisher auch.

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Mittwoch, 6. März 2019

Steve Brusatte "Aufstieg und Fall der Dinosaurer"


Wenige Tiere üben eine so unglaubliche Faszination auf die Menschen aus wie Dinosaurier. Vielleicht weil wir sie persönlich niemals getroffen haben, vielleicht weil ihr Ende so geheimnisumwoben ist oder auch nur, weil sie sich großartig für Horrorszenarien wie in „Jurassic Park“ eignen. Doch wer wirklich gute populärwissenschaftliche Literatur auf Deutsch zu den Dinosauriern sucht, wird schnell feststellen, dass einem bei jeder Suche hauptsächlich Kinderbücher vorgeschlagen werden. Umso mehr habe ich mich auf die Lektüre von „Aufstieg und Fall der Dinosaurier“ von Steve Brusatte gefreut. In seinem Sachbuch beschreibt Brusatte die Entstehung der unterschiedlichen Saurierarten eng verknüpft mit seinem Alltag als Paläontologe auf Fossiliensuche, die Blütezeit der Sauropoden und Tyrannosaurier in der Kreidezeit und ihr plötzliches Verschwinden von unserem Planeten.
Den Anfang des Buches habe ich als etwas sperrig empfunden, man muss sich in die Begrifflichkeiten erst einmal einfinden und die teilweise recht komplizierten Namen der verschiedenen Saurier helfen dem Lesefluss auch nicht unbedingt. Doch nachdem ich mich durch die ersten 50 Seiten eher durchgearbeitet hatte, hat mir die Lektüre immer mehr Freude gemacht. Brusatte beschreibt seine eigenen Erfahrungen auf sehr lebendige Art und Weise und verknüpft diese immer wieder mit wissenschaftlichen Erkenntnissen, was den großen Spannungsfaktor des Buches ausmacht. Im weiteren Verlauf hat man immer mehr das Gefühl, einen guten Krimi zu lesen, die Suche nach bestimmten Fossilien um Theorien zu belegen oder auch überraschende Funde, die ganze Grundannahmen der Paläontologie in Frage stellen, nehmen einen wirklich mit. Man braucht kein Vorwissen, um das Buch problemlos verstehen zu können und wer sich für Paläontologie und Geologie interessiert, ist mit diesem Buch auf jeden Fall gut bedient.
Steve Brusattes Buch „Aufstieg und Fall der Dinosaurier“ ist ein umfassendes und spannend geschriebenes Werk über die Entwicklung der Dinosaurier, ihre Erfolgsgeschichte, aber eben auch über ihren plötzlichen Untergang. Und er erklärt, warum wir heute eigentlich tagtäglich auf Dinosaurier treffen, ohne sie als solche wahrzunehmen. Oder könnte ihr zwischen der Taube vor dem Café und dem Tyrannosaurus Rex wirklich noch eine Verbindung sehen?


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Montag, 4. März 2019

Lars Kepler "Lazarus"


Jurek Walter sollte eigentlich tot sein und die Polizisten Joona Linna und Saga Baur dachten, sie hätten ihr Leben zurück. Denn Jurek ist ein brutaler Serienmörder, der es auf ihre Angehörigen abgesehen hatte, jahrelang lebte Joonas Tochter Lumi deshalb an einem geheimen Ort ohne Kontakt zu ihrem Vater. Doch als sich die Anzeichen häufen, dass Jurek überlebt haben könnte, verschwindet Joona schnell mit seiner Tochter, denn er war immer das Hauptziel des Mörders. Seine Kollegen sollen ihn finden und endlich töten, damit keiner mehr in Angst leben muss. Doch niemand will ihnen richtig glauben, dass Jurek Walter überlebt haben könnte und so muss erst viel Blut fließen, bis endlich alle Ermittlungskräfte gebündelt nach dem gefährlichen Mörder suchen. Ein brutales Rennen gegen die Zeit beginnt, denn ist bekannt, dass Jurek seine Opfer nicht gleich tötet, sondern erst leiden lässt. Können sie ihre Angehörigen noch rechtzeitig finden?
Ich habe selten ein so spannendes Buch gelesen wie „Lazarus“, dass aber gleichzeitig so gruselig und emotional bewegend war, dass ich es immer wieder zur Seite legen musste, um mir erst einmal eine Pause von der Handlung zu gönnen. Die Taten sind so grauenhaft und die Protagonisten dabei so gut beschrieben, dass einem die Geschichte unweigerlich so nahe geht, dass man nicht mehr loslassen kann. Der Plot ist unglaublich gut konstruiert und lässt am Ende keine Fragen offen, so unglaubwürdig einzelne Elemente unterwegs auch erscheinen mögen. „Lazarus“ ist der erste Krimi von Lars Kepler, den ich gelesen habe, ich kannte also die gesamte Vorgeschichte von Jurek Walter und Joona Linna nicht, doch alle Lücken wurden für neue Leser wunderbar gefüllt und ich hatte keine Probleme, der Handlung zu folgen. Auch die Figurenkonstellationen waren sofort logisch und bedurften wenig zusätzlicher Erklärung.
Lars Keplers Krimi „Lazarus“ ist eines der spannendsten Bücher, die ich seit langem gelesen habe, auch wenn die Brutalität des Täters einen beim Lesen sehr betroffen macht. Ein großartiges Buch, das einen nicht loslässt.

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Sonntag, 3. März 2019

Lonely Planet "Legendäre Roadtrips"

Mit dem Auto durch die Gegend zu fahren und neue Länder auf wunderschönen Strecken kennen zu lernen, ist eine herrliche Art Urlaub zu machen. Im Dumont Reiseverlag ist hierzu der Lonely Planet Reisebildband „Legendäre Roadtrips“ erschienen, das perfekte Buch für alle Reiseträumer - und planer. Von Nordeuropa bis Südafrika, von den USA und Südamerika bis Asien ist alles in dem Band vertreten, was man sich als Reiseziel nur vorstellen kann. Beschrieben sind berühmte Strecken ebenso wie Geheimtipps, wunderbar illustriert und als echter Erlebnisbericht geschrieben, lohnt sich der Band nicht nur für die Reisevorbereitung, sondern ist gleichzeitig ein gut lesbarer Reisebericht für viele Regionen. 
Mein einziger Kritikpunkt an dem Band ist die Darstellung der Strecken. Wer nicht nur träumen möchte, sondern wirklich eine Reise plant und dafür eine Strecke aus dem Buch nutzen möchte, sieht sich vor der Herausforderung, dass die dazugehörige Karte winzig klein und ohne geographische Punkte ist, die einem weiterhelfen könnte, auch Straßen selbst sind gar nicht eingezeichnet. So bleibt einem nur das Lesen des Berichts mit Landkarte und Stift in der Hand, um die geplante Route mühsam auf die Karte zu übertragen. 

„Legendäre Roadtrips“ ist ein wirklich tolles und hochwertig gestaltetes Buch, das allen Reisefreunden viel Freude machen wird. Nur für konkrete Planungen ist es nicht gut geeignet. 

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Hier geht es zu weiteren Informationen des Dumont Reiseverlags.