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Freitag, 18. Oktober 2019

Armin Tima "Südnorwegen"

Wer die Natur und kleine verwunschene Orte sucht, ist in Südnorwegen auf jeden Fall richtig. Unberührte Natur und wunderschöne Touren für Autos, Wohnmobile und auch Wanderer durchziehen das Land und laden zu wunderbaren Urlaubserlebnissen ein. Die Neuauflage des Reiseführers „Südnorwegen“ des Michael Müller Verlags bietet großartige Einblicke in dieses schöne Reiseziel. 
Wie so oft überzeugt die Mischung bei diesem Reiseführer. Wunderschöne Bilder wechseln sich mit vielen allgemeinen Informationen, Reisetipps und GPS-Wanderungen ab, die dabei helfen, eine Reise zu planen und vor Ort auch die echten Geheimtipps zu finden. Mit den Wanderungen aus den Reiseführern des Michael Müller Verlags habe ich bisher nur Gutes erlebt, man bekommt einen tollen Einblick in die Landschaft, ohne gleich auf Scharen von Touristen zu treffen, die bereits mit Bussen an den Startort gekarrt wurden. Gerade für Individualreisende ist dieser Reiseführer absolut zu empfehlen, wer sich einfach treiben lassen und Land und Leute entdecken will, wird für jeden Ort einen tollen Tipp finden, ob Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants und Sehenswürdigkeiten. 
Ich kann diesen Reiseführer für Südnorwegen nur allen Reiselustigen ans Herz legen, man merkt ihm an, dass dem Autor Armin Tima das Land wirklich am Herzen liegt. Besonders begeistert haben mich dieses Mal auch die wunderbaren Fotos, die einen gleich mitnehmen, ich hätte am liebsten sofort die Reisetasche gepackt. Von mir gibt es eine uneingeschränkte Empfehlung für diesen Reiseführer. 

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Hier geht es zu weiteren Informationen des Michael Müller Verlags. 

Mittwoch, 9. Januar 2019

Christian Nowak, Olaf Meinhardt, Thomas Härtrich "Norwegen Norden"


Der Norden Norwegens fasziniert durch unberührte Natur, wilde Fjorde und spannende Reisemöglichkeiten. Der DuMont Bildatlas „Norwegen Norden“ bietet daher eine wunderbare Inspirationsmöglichkeit für alle, die aktiv an der Reiseplanung arbeiten oder einfach nur gedanklich in die Ferne schweifen wollen.
Besonders ausdrucksstark sind die Fotos in diesem Band, die einen sofort auf eine Reise entführen und die Vielfältigkeit der Region deutlich machen. Dabei  ist der Bildatlas sehr logisch aufgebaut und auch mit Kartenmaterial unterfüttert, also auch ideal für die Reisevorbereitung. Tipps für Hotels, Essen und Aktivitäten runden das ganze ab. Besonders die Hinweise auf besondere Übernachtungsmöglichkeiten fand ich sehr interessant, die Geschichten hinter den Menschen vor Ort bringen einem diese noch viel Näher und lassen einen am liebsten sofort den Koffer packen, denn man muss unbedingt alles selbst entdecken, was die Autoren so wunderbar beschreiben.
Für mich ist der DuMont Bildatlas „Norwegen Norden“ der perfekte Begleiter für die Reiseplanung, er vermittelt einen ersten Eindruck von den Möglichkeiten vor Ort und macht mit wunderbaren Fotos Lust auf die Reise.


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Hier geht es zu weiteren Informationen des DuMont Reiseverlags. 

Mittwoch, 6. September 2017

Anne B. Ragde "Sonntags in Trondheim"

„Sonntags in Trondheim“ ist der vierte Band einer Reihe um eine norwegische Familie, die man durchaus als skurril bezeichnen kann. Der Großvater hat endlich seinen Frieden im Seniorenheim gefunden, während Erland und Krumme als schwules Paar in Dänemark leben und mit ihren lesbischen Freundinnen zusammen drei Kinder bekommen. Torunn ist vierzig und lebt in einer unglücklichen Beziehung und Margido, ihr Onkel, ist Bestatter. Die Familie Neshov ist also recht bunt, doch keiner redet mehr so wirklich mit dem anderen. Jedenfalls bis Torunn ihren Freund verlässt und Margido überraschend besucht und so eine Kette von Kontaktaufnahmen in Gang setzt.
Da ich die drei ersten Bände um die Familie Neshov nicht kannte, war der Beginn der Geschichte für mich sehr verwirrend. Doch nachdem man sich die Vorgeschichte langsam erschlossen hatte, machte die Lektüre durchaus viel Spaß, auch wenn gerade bei Krumme Erland die Klischees nur so aus den Seiten triefen. Dennoch hat mir der Stil von Anne B. Ragde gefallen, die Geschichte ist recht unterhaltsam und lässt sich flüssig lesen. Die Figuren fand ich jedoch größtenteils nicht gut genug beschrieben, sie blieben für mich sehr schemenhaft und das führte auch dazu, dass mich die Geschichte nicht richtig mitgenommen hat.

Ich kann nicht sagen, ob ich einen besseren Zugang zu dem Buch gefunden hätte, wenn ich das Vorwissen aus den anderen Büchern gehabt hätte. So fand ich die Figuren jedoch etwas zu flach und die Story auch ziemlich abwegig, so dass mich „Sonntags in Trondheim“ nicht richtig überzeugen konnte. 

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Hier geht es zu weiteren Informationen und der Leseprobe des btb Verlags. 

Sonntag, 10. April 2016

Lars Mytting "Die Birken wissen's doch"

Edvard wächst bei seinem Großvater und seiner Großmutter auf einem kleinen Hof in Norwegen auf. Als mit seinem Großvater sein letzter Verwandter stirbt, taucht plötzlich ein Sarg aus Birke auf, den dessen Bruder Einar geschreinert hat. Doch der sollte bereits 1943 im Krieg gefallen sein. Wie konnte er da noch in den 60er Jahren einen Sarg für seinen Bruder schreinern? Edvard macht sich auf die Suche nach Einar und gleichzeitig nach seiner Vergangenheit. Denn auch der Tod seiner Eltern wirft einige Fragen auf. 
Die Birken wissen‘s doch“ von Lars Mytting ist ein sehr dichter Roman, der einen als Leser mit auf eine Reise nimmt. Viele Fragen sind offen, als Edvard seine Suche beginnt, doch statt Lösungen scheint er immer mehr Fragen zu finden, deren Lösung genauso auf die Schlachtfelder des Ersten Weltkriegs an der Sommes deutet wie auf eine kleine scheinbar unbewohnte Insel der Shetland Inseln. Edvard, der den kleinen Hof zu Hause kaum je verlassen hat, sieht sich so plötzlich auch mit der Welt außerhalb seines Universums konfrontiert und merkt, wie er sich dadurch selbst verändert. Er muss sich die Frage stellen, ob er lieber der Edvard Hirifjell bleibt, der er immer war, oder ob er bereit ist, sich in jemand anderen zu verwandeln. Eine Person, die er selber vielleicht nicht so sympathisch findet, die aber geschaffen ist durch die Umstände, in denen er sich plötzlich wiederfindet. Auch auf die Liebe trifft er in einer Form, wie er sie noch nicht kannte und verletzt plötzlich Menschen, die er nie so treffen wollte. Hin und hergerissen versucht Edvard, einen Weg zu finden, das richtige zu tun. Er macht in dieser Geschichte eine große Entwicklung durch und auch wenn er vielleicht nicht alle Fragen restlos beantworten kann, weiß am Ende zumindest wo er hingehört und sein will. Und wie er letztendlich sein will. 
Lars Mytting ist mit diesem Roman eine großartige Geschichte gelungen, die zeigt, wie die Geschichte eines Menschen ihn prägt und wie eben das Nicht-Wissen der eigenen Vergangenheit eine Person wie einen Getriebenen ohne Rücksicht vorantreiben kann. Ein wunderbares Buch über die Suche nach einem Glück, das am Ende ganz nah ist.  

Besonders hervorheben möchte ich in diesem Fall auch die besonders schöne Ausgabe, der Suhrkamp Verlag hat sich sichtlich Gedanken über die Gestaltung von Cover und Buch gemacht. Das Umschlagpapier hat die Struktur von Birkenholz und darunter verbirgt sich ein Buch, dass von Farbe und Struktur her auch an Holz erinnert. Dies finde ich besonders gelungen und spiegelt die Liebe zum Holz wieder, die auch in der Geschichte selber eine große Rolle spielt.