Montag, 27. Juli 2020

Alexandra Zöbeli "Ein Schotte im Gepäck"

Nach einer furchtbaren Trennung macht Parker eine Ausbildung als Kamerafrau im Sender ihres Onkels. Nachdem sie bei einem Terroranschlag statt zu filmen einen Hund gerettet hat, wird sie im Nachrichtenteam nicht mehr ernst genommen und versetzt. Mit einer Antiquitätensendung reist sie durch Schottland und lernt dabei den Kameramann Calum kennen. Er ist äußerst attraktiv und soll ständig wechselnde Frauengeschichten haben, dennoch lässt er sie nicht kalt. Eine spannende und turbulente Reise beginnt. 

Alexandra Zöbelis Romane konnten mich bisher immer begeistern und auch „Ein Schotte im Gepäck“ überzeugt wieder durch eine schöne Liebesgeschichte vor der herrlichen Landschaft Schottlands. Die Figuren sind sympathisch und gut beschrieben und genau davon lebt auch die Geschichte. Als Leserin ist man sofort mittendrin in der Gefühlswelt von Parker, die hin- und hergerissen ist zwischen den Geschichten über Calum, die ihr alle anderen erzählt haben, und ihren Gefühlen, die sich langsam entwickeln. Dabei ist die Beschreibung der Show, für die Parker arbeitet, eine ganz besondere Unterhaltung, denn die Teilnehmer sind durchaus als schrullig und eigenwillig zu bezeichnen und so stolpert das Team von einer kuriosen Situation in die nächste. Dies rundet die Geschichte wunderbar und verhindert, dass man das Gefühl hat, eine simple vorhersehbare Liebesgeschichte zu lesen, sondern führt dazu, dass man sich großartig unterhalten fühlt. 

Mir hat „Ein Schotte im Gepäck“ von Alexandra Zöbeli wieder gut gefallen, eine leichte und schön lesbare Lektüre, perfekt für den Urlaub oder einen gemütlichen Nachmittag auf dem Sofa, natürlich ganz britisch mit einer Tasse Tee. 

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Hier geht es zu weiteren Informationen des Verlags Forever Ullstein. 

Montag, 6. Juli 2020

Dagmar von Cramm "Kochen für Babys"

Wenn es an das erste Essen für Babys geht, sind viele Eltern erst einmal verunsichert. Was darf mein Kind, was sollte es bekommen, worauf muss man achten? Dagmar von Cramm bietet in dem kleinen Band „Kochen für Babys“ eine schön Einführung in das Thema und bringt viele Ideen mit, was dem Kind schmecken könnte und auch noch leicht zuzubereiten ist. 
Die Aufmachung des Buches hat mir gleich sehr gut gefallen, es ist sehr übersichtlich, teilt sich in monatliche Entwicklungsabstände des Kindes ein und bietet viele schöne Bilder. Besonders positiv finde ich, dass viele Rezepte so strukturiert sind, dass sie für Erwachsene und Babys funktionieren, man also nur einmal kochen muss, um für große und kleine Esser ein leckeres Gericht auf dem Teller zu haben. 
Für erste Ideen und Inspirationen ist „Kochen für Babys“ sehr gelungen, wer sich mehr für das Thema interessiert, sollte sich auch das Buch „Das große Kochbuch für Babys und Kleinkinder“ der Autorin ansehen. 

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Hier geht es zu weiteren Informationen des Verlags Gräfe & Unzer. 

Freitag, 3. Juli 2020

Manuela Inusa "Orangenträume"

Lucinda betreibt in Kalifornien die Orangenplantage ihrer Familie weiter, doch das heiße Klima und die hohen Wasserpreise treiben sie an den Rand der Pleite. Dennoch will sie sich nicht die Orangentage vermiesen lassen, denn einmal im Jahr trifft sie sich mit ihren Kindheitsfreundinnen auf der Farm und die vier lassen es sich gut gehen. Doch in diesem Jahr ist alles anders, alle haben ein Geheimnis, das sie belastet und Stück für Stück kommen ihre Sorgen ans Licht. Und so bleibt am Ende noch die große Frage, ob Lucinda die Plantage retten kann oder ob es die letzten Orangentage der Freundinnen in Kalifornien waren. 
Die Reihe „Kalifornische Träume“ von Manuela Inusa lädt dazu ein, Kalifornien zu entdecken und dabei die regionalen Besonderheiten näher kennen zu lernen. Während im ersten Band die Vanille im Mittelpunkt stand, dreht sich jetzt alles um Lucinda und ihre Orangen. Ich finde die Geschichte wieder sehr schön geschrieben, die Handlung fließt dahin und der Schreibstil von Manuela Inusa nimmt einen direkt mit in die Geschichte. Alle vier Frauen sind sehr individuell, sympathisch und gut beschrieben, sie wachsen einem schnell ans Herz und so freut man sich ebenso mit ihnen wie man sich mit ihnen sorgt. 
Diese Mischung macht „Orangenträume“ zu einem gelungenen, locker-leichten Sommerroman, der perfekt zu einem Glas Orangelimonade auf dem Balkon oder im Garten passt. Bei Manuela Inusa weiß man einfach, was man hat und kann sich auf die gleichbleibende Qualität ihrer Unterhaltungsromane verlassen. 

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Hier geht es zu weiteren Informationen des Blanvalet Verlags. 

Montag, 29. Juni 2020

Zehn Fragen an: Manuela Inusa

©Privat

Gerade ist der neue Band der Reihe "Kalifornische Träume" von Manuela Inusa unter dem Titel "Orangenträume" erschienen.  Für Sarahs Bücherregal beantwortete sie bereits anlässlich der Valerie-Lane-Reihe den Fragebogen "Zehn Fragen an...", den ich aus aktuellem Anlass noch einmal mit allen Leserinnen und Lesern teilen möchte.  

1) Am frühen Morgen - Kaffee oder Tee? 
Ich bin ein absoluter Teeliebhaber und trinke ihn nicht nur morgens, sondern den ganzen Tag über. Gerne auch vor dem Einschlafen. Kaffee dagegen mag ich überhaupt nicht. 

2) Wofür sind Sie dankbar? 
Für meine Familie. Für gute Musik. Für inspirierende Bücher. Für spannende Serien. Für vegane Schokolade. Dafür, dass ich schon an so viele wunderbare Orte reisen durfte. Dafür, dass ich meine größte Leidenschaft zu meinem Beruf machen durfte. Für jeden Leser, der sich für eines meiner Bücher entscheidet. 

3) Urlaub – in die Berge oder an den Strand? 
Gibt es nicht die Auswahl: Stadt? Ich bin nämlich ein Städtereisen-Fan. Aber wenn ich mich zwischen Berge oder Strand entscheiden müsste, dann wohl Strand. 

4) Ihr Lieblingsbuch? 
„América“ von T.C. Boyle 

5) Ihr Tipp, wenn es mal stressig wird? 
Entspannende Musik hören, Tee trinken, eine Weile abschalten. 

6) Welches Buch liegt gerade auf Ihrem Nachttisch?
Ich lese gerade „Ich schweige für dich“ von Harlan Coben. 

7) Welches Buch können Sie immer wieder lesen? 
„Wie ein einziger Tag“ von Nicholas Sparks. Das ist einfach sooo schön! 

8) Ihr Berufswunsch als Kind? 
Floristin oder Autorin 

9) Mit wem würden Sie gerne einen Tag Ihr Leben tauschen? 
Oh, das ist eine gute Frage. Ich glaube, ich entscheide mich für Donald Trump. Ein Tag ist zwar nicht sehr lang, aber selbst da sollte es doch möglich sein, wieder ein bisschen Ordnung in die amerikanische Politik zu bringen. 

10) Und zum Abschluss - Sie haben drei Wünsche frei! Was wünschen Sie sich? 
Natürlich neben Gesundheit für mich und meine Familie und Weltfrieden, wünsche ich mir: 1. Dass ich so viel essen kann, wie ich will, ohne auch nur ein Gramm zuzunehmen. 2. Eine Verfilmung eines meiner Bücher. 3. Dass Alexis Bledel und Lauren Graham (Rory und Lorelai aus den „Gilmore Girls“) meine besten Freundinnen sind. :)

Hier geht es zu den Romanen von Manuela Inusa, erschienen im Blanvalet Verlag. 

Freitag, 26. Juni 2020

Thorsten Steffens "Klugscheißer Deluxe"


Der Klugscheißer ist zurück und macht sich weiterhin das Leben schwer. Nachdem der Unterricht an der Abendschule für Timo Seidel sehr erfolgreich läuft, entscheidet er sich, doch noch einmal zu studieren um offiziell als Lehrer arbeiten zu können. Doch auch an der Uni kommt ihm wie im Alltag seine ständige Besserwisserei in die Quere, denn selten mögen es die Dozenten und Dozentinnen an der Universität, wenn ein Student ihnen ihr Fach erklären möchte. Auch privat geht es für Timo turbulent weiter, hat er sich doch in eine Kommilitonin verliebt, die genauso tickt wie Timo und auch alles besser weiß. 
„Klugscheißer Deluxe“ schließt nahtlos an das vorige Buch an und überzeugt wie dieses ebenso durch humorvolle Unterhaltung und einen lockeren Schreibstil des Autors Thorsten Steffens. Timo ist ihm ans Herz gewachsen, das merkt man bei jedem Satz, auch wenn der mal wieder die Klappe nicht halten kann und mit viel Anlauf in den nächsten Fettnapf springt. Auch als Leserin oder Leser muss man den Protagonisten mögen, der bei all seinen Fehlern doch einfach ein guter Lehrer sein will, viel Verständnis für seine Schüler aufbringt und ihnen hilft, wo er kann. 
Thorsten Steffens ist mit „Klugscheißer Deluxe“ wieder ein lustiges und leichtes Buch gelungen, dass einfach super unterhält und Spaß macht, meiner Meinung nach eine gelungene Fortsetzung. 

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Weitere Informationen zum Buch findet ihr hier beim Piper Verlag oder auf der Homepage des Autors Thorsten Steffens. 

Donnerstag, 11. Juni 2020

Heidi Rehn "Sommer der Freiheit"

Selma und Constanze lernen sich während der Sommerfrische in Baden-Baden im Jahr 1913 kennen. Beide sind junge Frauen, die ihren Weg suchen, doch während Selma verlobt ist und das gesellschaftliche Leben in Berlin genießt, will Constanze studieren und so ihren Weg gehen. Beide verlieben sich in den jungen Franzosen Robert, doch schon ein Jahr später beginnt der Erste Weltkrieg und mit Frankreich soll auch Robert zum Feind geworden sein. Schwierige Zeiten brechen an und der „Sommer der Freiheit“ von 1913 scheint plötzlich weit entfernt. 
Heidi Rehn hat mit „Sommer der Freiheit“einen sehr leichten und flüssigen Roman geschrieben, der einfach Freude bei der Lektüre macht. Ich hätte mir oft mehr historischen Hintergrund gewünscht, der Beginn des Weltkriegs wird sehr lapidar abgehandelt und nur am Rande der Mord am österreichischen Thronfolger erwähnt. Im Mittelpunkt steht ganz eindeutig das private Leben der Hauptfiguren, besonders von Selma. Sie ist sehr ambivalent, einerseits muss man ihre Lebensfreude lieben, andererseits macht einen ihre oberflächliche Sicht der Dinge teilweise fast wütend. Sie fügt sich in ein vorgegebenes Frauenbild, ohne dies ernsthaft zu hinterfragen, ganz anders als Constanze, die viel ruhiger, aber auch reflektierter ist. 
Alles in allem ist „Sommer der Freiheit“ ein gelungener Roman, der jedoch nur an der Oberfläche dessen kratzt, was in der Zeit historisch und auch gesellschaftlich passiert. Da wäre meiner Meinung nach noch viel mehr drin gewesen. 

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Hier geht es zu weiteren Informationen des Verlags Droemer Knaur. 

Samstag, 6. Juni 2020

Anna Hope "Was wir sind"

Cate, Hannah und Lissa sind Freundinnen seit langer Zeit, inzwischen sind sie Mitte 30 und schauen auf ein mehr oder weniger erfolgreiches Leben. Während Cate überraschend schwanger wurde, versucht Hannah seit langem mit ihrem Manne in Kind zu bekommen und daran droht ihre Ehe zu zerbrechen. Lissa lebt nach wie vor ihren Traum, Schauspielerin zu werden, doch der Erfolg bleibt aus und immer öfter hadert sie mit ihrem fortschreitenden Alter. Es sind sehr alltägliche Probleme und Sorgen, die die drei umtreiben und so berühren einen die Geschichten beim Lesen sehr schnell.
Besonders gut gefällt mir bei diesem Roman der Aufbau, durch das ständige Wechselspiel aus Gegenwart und Vergangenheit lernt man als Leserin oder Leser ständig neue Facetten der Figuren kennen und versteht auch ihre Handlungen immer besser. Obwohl die Themen eigentlich sehr ernst und für die Figuren oft existentiell sind, ist der Schreibstil von Anna Hope sehr fließend und leicht, die Lektüre rauscht einfach dahin, ohne große Brüche oder Unterbrechungen. Dieser Kontrast macht für mich auch das spannende des Romans aus, denn die Figuren sind keineswegs oberflächlich oder klischeehaft, sondern gewinnen mit der Zeit eine große Tiefe und sprechen einen unweigerlich an. Man leidet mit ihnen, freut sich mit ihnen, hofft mit ihnen, bei allem was die Autorin beschreibt.
Mir hat „Was wir sind“ ausgesprochen gut gefallen und selten fand ich auch einen Titel so gut gewählt wie hier. Ein absolut gelungener Roman, der einen einen schnell in seinen Bann zieht und nicht loslässt. 

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Hier geht es zu weiteren Informationen des Hanser Verlags.