Montag, 21. Januar 2019

Petra Schier "Flammen und Seide"


Der Roman spielt in Rheinbach im Jahr 1673. Überall herrscht Krieg und Madlen Thynen und ihr Vater, ein wohlhabender Tuchhändler, merken dies am eigenen Leib. Immer schwerer wird es, Waren sicher in die Stadt zubekommen. Gleichzeitig steht Madlens Vermählung mit Peter von Werdt an, mit dem sie schon seit Jugendjahren liiert ist. Doch dann taucht plötzlich Lucas Cuchenheim, ein Jugendfreund, wieder in der Stadt auf und bringt Madlens Gefühle durcheinander. Und der Krieg rückt immer näher und droht, alles zu zerstören, was Madlen wichtig ist.
Die Geschichte um Madeln Thynen spielt in einer spannenden Zeit und ist wirklich mitreißend geschrieben. Die Offenheit, mit der die Gemeinde damals mit den jungen Liebesbeziehungen umging, wurde in späteren Jahrhunderten immer weiter eingeschränkt und Madlen hat zudem mit ihrem Vater noch viel Glück, der sie ermutigt, ihrem Herzen zu folgen. Der Roman hat mich von der ersten Seite an gepackt und ich habe ihn sehr gerne gelesen. Mein einziger Kritikpunkt ist, dass ich mir mehr historische Details zu der damaligen Zeit und er politischen Situation gewünscht hätte, das wurde höchstens am Rande thematisiert. Hier standen jedoch die romantischen Beziehungen im Vordergrund, was zwar auch schön lesbar war, aber mir fehlten für einen großartigen historischen Roman die historischen Fakten und der größere Rahmen, damit ich uneingeschränkt begeistert bin.
„Flammen und Seide“ von Petra Schier ist ein romantischer historischer Roman, der viel Freude macht beim Lesen und mit sympathischen Hauptfiguren überzeugt, ein paar mehr historische Fakten hätte ich mir dennoch gewünscht.


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